Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

27.03.1998 - 

I2-Produkt Rhythm sorgt für die Logistik der Server-Produktion

Das Scope-Modul von SAP kommt für SNI zu spät

27.03.1998

"Heute akzeptiert der Kunde noch Lieferzeiten von zehn Tagen, aber bald wird er auch seine Server innerhalb von 48 Stunden haben wollen", schildert Michael Heuer, bei SNI zuständig für strategische Software-Allianzen, den Druck, unter dem die Hardwarehersteller derzeit stehen. Dell hat der Branche gezeigt, wie sich die Zeit zwischen Auftrag und Auslieferung mit Hilfe einer ausgefeilten Produktionsketten-Logistik verkürzen läßt. Jetzt muß der Mitbewerb nachziehen.

Heuer war eigenen Angaben zufolge der Initiator des Lizenz- und Service-Abkommens zwischen dem SNI-Geschäftsbereich Open Enterprise Computing (OEC) und I2 Technologies, dessen Europazentrale in Haar bei München neuerdings vom vormaligen Strässle-Berater Adi Stahuber geleitet wird. Mit Hilfe der I2-Software "Rhythm" will SNI zunächst die Server-Fertigung in Paderborn optimieren. Im Erfolgsfall sollen andere Werke diesem Beispiel folgen.

SNI ist nicht nur Großkunde, sondern auch Geschäftspartner der SAP AG, Walldorf. Auf die SCM-Komponente ("Scope) des umsatzstärksten deutschen Software-Unternehmens wollte der IT-Riese jedoch nicht warten. Heuers Begründung: "Wir brauchen diese Funktionen heute, nicht erst im Jahr 2000 oder 2001. "Über die von I2 mitgelieferten Schnittstellen läßt sich Rhythm mit der SAP-Software R/3 verbinden.

Den Vorzug vor Mitbewerbern wie Manugistics oder Numetrix erhielt I2 vor allem wegen seines außergewöhnlichen Vertriebskonzepts; Heuer nennt es "value based selling". Vor Vertragsabschluß untersuchen die Logistikexperten in einem mehrwöchigen "Supply Chain Opportunity Assessment" (SOA) die Produktionsprozesse des umworbenen Kundenunternehmens. Am Ende legen sie sich in Mark und Pfennig auf ein jährliches Einsparungspotential fest, das sie dem Anwender vertraglich garantieren.

"Unser Ziel ist die Amortisation innerhalb eines Jahres", erklärte Sandeep Tungare, Vice-President für den I2-Bereich Demand Planning anläßlich einer Pressekonferenz auf der CeBIT. Laut Pressemitteilung wird SNI einen siebenstelligen D-Mark-Betrag an I2 zahlen; unbestätigten Gerüchten zufolge handelt es sich um drei Millionen Mark. Ob der I2-Kunde jährliche Einsparungen in derselben Höhe erreichen kann, wird sich zeigen, wenn das für die Server-Fertigung aufgelegte Projekt in etwa 15 Monaten beendet ist.

Laut Heuer ist das erste der mit I2 vereinbarten "Business Releases" allerdings schon in sechs Monaten fällig. Auf dieser Stufe der Implementierung erwartet SNI bereits, seine Lagerkapazitäten deutlich reduzieren zu können.