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07.02.1986

Das Softwareangebot hat zwar noch Lücken, aber:Anwender sehen neue VAX positiv

MÜNCHEN (CW) - Positiv stehen DEC-Anwender der neuen VAX-Familie gegenüber. Dies ergab eine Blitzumfrage bei willkürlich ausgewählten Usern. Lücken scheint dagegen das Angebot besonders an kommerzieller Software aufzuweisen.

"Es war dringend notwendig, den 780 durch einen neuen Rechner zu ersetzen, das ist überhaupt keine Frage", meinte Dr. Bernd Finkbein, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für rechnergestütztes Entwerfen der TU München. In diesem Metier gebe es "zweifellos einen Trend zu großen, schnellen Rechnern". Für ihn ist das Doppelprozessorkonzept der neuen Maschinen weniger interessant, entscheidend ist die Leistung. An seinem Arbeitsplatz ist Netzwerkfähigkeit besonders gefordert, über Ethernet kommuniziert Finkbeins Rechner mit anderen Computern. Decnet wird von seiner Ultrix-Version noch nicht unterstützt und hat daher für ihn weniger Bedeutung.

Diplom-Physiker Wolfgang Nickel ist DV-Leiter bei Audi & Co GmbH in Meckenheim bei Bonn. In seinem Betrieb werden DEC-Rechner unter anderem für die Auftragsbearbeitung und Finanzbuchhaltung eingesetzt. Er findet die Neuvorstellungen "sehr vernünftig". Besonders begrüßt er den VAXBI-Bus, denn sein vorhandenes System stößt immer mehr an die Grenzen der Unibus-Leistungsfähigkeit. Datenkommunikation via Decnet stellt für ihn eine selbstverständliche Erfordernis dar. Die DEC-Software für den kommerziellen Bereich weist allerdings seiner Ansicht nach noch Lücken auf.

Hans Weisweiler, Technischer Leiter der Exapt-NC Systemtechnik GmbH, Aachen, setzt VAX-Rechner sowohl im eigenen Haus als auch im Kundenkreis ein. Er begrüßt die -Technologisch dringend erforderliche Ablösung der bisherigen Serie". Nur so könne DEC seinen technischen Vorsprung halten. Auch die extensiven Netzwerkfähigkeiten bei den neuen Maschinen findet Weisweiler, selbst Anwender von Decnet und Ethernet, im höchsten Maße angebracht.

"Ganz gut" findet Harald Meyer, Bereichsleiter bei GEI Informatik GmbH in Stuttgart, die Vorstellung, bald mit den leistungsfähigeren VAX-Computern arbeiten zu können. Für seinen eigenen Betrieb seien zwar keine Neuanschaffungen geplant. Als Systemhaus werde man aber die neuen Maschinen in Projekten einsetzen. Meyer erwartet eine ähnlich große Nachfrage wie für die Microvax. Seiner Meinung nach stellen die netzwerkbezogenen Merkmale und die Möglichkeit, Frendhardware zu integrieren, die besonderen Vorzüge der VAX-Familie dar. "Falls DEC damit allerdings in die Mainframe-Welt vordringen will, so fehlt es noch am Software-Angebot", meinte er.