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17.12.1999 - 

Gast-Kommentar

Das Traumhaus im Treibsand

Sebastian Asendorf, Senior-Berater, Diebold-Kompetenzzentrum Informatik, Eschborn

Wer sein Traumhaus auf Treibsand baut, wird auf Dauer wenig Freude daran haben. Auch New-Dimension-Tools zum Beispiel für das Supply-Chain-Management (SCM) müssen auf einem soliden IT-Fundament fußen. Solange die ERP-Basis des Unternehmens keine brauchbaren Aussagen liefert, nützen die besten Optimierungs- und Simulationswerkzeuge nichts.

Gerade in SCM-Tools wie zum Beispiel von APO, Manugistics, I2 und anderen werden hohe Erwartungen gesetzt. Durch neue Technologien und die Erweiterung des Horizonts über das einzelne Unternehmen hinaus kann die gesamte Wertschöpfungskette verbessert werden. Vor allem die Simulations- und Optimierungsalgorithmen nutzen bisher brachliegende Potentiale.

New-Dimension-Tools treffen in der Praxis meistens auf vorhandene ERP-Systeme. Damit die neuen Werkzeuge nutzbringend eingesetzt werden können, brauchen diese zuverlässige Daten aus der ERP-Welt, oder die neuen Systeme müssen selbst die Produktstrukturen und Ressourcenrestriktionen kennen. Sonst sind weder Planung noch Optimierung und Simulation der Supply Chain sinnvoll. Die unternehmensinternen Prozesse in Beschaffung, Produktion und Vertrieb sind eben vollwertige Bestandteile einer übergreifenden Lieferkette.

Liegt die IT-Nutzung der unternehmensinternen Prozesse im argen, dann wird die gesamte Supply Chain darunter leiden - denn eine Kette ist immer nur so stark wie ihr schwächstes Glied. Erst wenn die internen Hausaufgaben gemacht sind, sollte die unternehmensübergreifende Prozeßoptimierung auf die Tagesordnung kommen.