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Elf Prozent weniger Mainframes abgesetzt


31.07.1992 - 

Das Wachstum im IT-Markt blieb im vergangenen Jahr einstellig

KRONBERG (CW) - 1991 wuchs der weltweite IT-Markt lediglich um vier Prozent auf 327 Milliarden Dollar. Gewinner sind Software und Services mit einem Plus von 14 Prozent. Die Hardwareverkäufe waren dagegen - vor allem im Mainframe-Bereich - rückläufig. Für 1992 schätzt IDC unter Berufung auf das derzeit vorliegende Zahlenmaterial den Zuwachs weltweit auf magere 5,5 Prozent.

Insgesamt hätten sich, so die International Data Corp. GmbH Deutschland (IDC), Hardware und hier besonders Multiuser-Systeme 1991 am schlechtesten verkaufen lassen. Den größten Einbruch habe die Branche bei den Large-Scale-Systems verzeichnet, deren Absatz - aufgrund von Budgetkürzungen der Unternehmen - um elf Prozent gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen sei.

Medium-Scale-Rechner fanden 1991 offenbar auch keine zusätzlichen Abnehmer, der Markt stagnierte nicht nur in den USA und Europa, sondern auch in Japan und dem Rest der Welt (ROW).

Den einzigen Lichtblick im Multiuser-Bereich boten den Auguren zufolge Small-Scale-Systems, die in allen vier Regionen (USA, Europa, Japan, ROW) einen leichten Aufwärtstrend verzeichnen konnten. Dabei seien Unix-Systeme, Server und kleinere AS/400-Maschinen die Wachstumsmotoren gewesen Andere proprietäre MDT-Systeme hätten weiter an Boden verloren.

Als große Überraschung bezeichnen die IDC-Analysten die schleppende Absatzentwicklung bei Singleuser-Systemen (PCs und Workstations) im vergangenen Jahr.

Dafür seien weniger Sättigungserscheinungen die Ursache, sondern in erster Linie habe der heftige Preiskampf für das rückläufige Umsatzwachstum im PC-Markt geführt - ein Trend, der bei nach wie vor hoher Nachfrage auch in diesem Jahr anhalten werde.

Von allen Hardware-Kategorien schnitt laut IDC das Segment "Equipment für die Datenkommunikation" am besten ab. Diese Entwicklung sei 1991 durch die gute Umsatzsituation bei LAN-Hardware begünstigt worden.

Bedingt durch die schwachen Hardware-Verkäufe sei auch der Bereich "Hardware-Maintenance" in Mitleidenschaft gezogen worden, was sich wiederum auf das mäßige Gesamtergebnis bei den Support-Diensten ausgewirkt habe.

Überdurchschnittlich gewachsen sei im letzten Jahr das Geschäft mit Software und Services, das insgesamt um 14,1 Prozent zugelegt habe. Besonders gut gelaufen sei dabei der Absatz von Packaged Software (auch "Shrink-wrapped-Software" oder "Software von der Stange" genannt), im Tool und Anwendungsbereich. Systemsoftware und Utilities seien dagegen weniger gefragt gewesen. Ebenfalls zweistellig - um 11,7 Prozent - angestiegen sind dem Zahlenwerk der IDC-Auguren zufolge die Professional Services. Dabei habe der amerikanische Markt, bedingt durch die Erfolge der IBM, EDS und anderer US-Anbieter 1991 mit 16 Prozent erheblich stärker wachsen können als der europäische mit 8,9 Prozent.

Betrachtet man die Entwicklung des IT-Marktes nach Regionen getrennt, hat Japan mit sechs Prozent Plus am besten abgeschnitten, gefolgt von den USA mit vier und Europa mit drei Prozent. Im Rest der Welt stiegen die IT-Umsätze um rund fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr an.

Für 1992 rechnet IDC mit einem Anstieg des weltweiten Marktvolumens um 5,5 Prozent auf insgesamt 345 Milliarden Dollar.