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22.09.2000 - 

64-Bit-Architektur/Kommentar

Das Warten auf Itanium

Intel wagt mit dem Itanium den Schritt in die 64-Bit-Welt. Lang genug war dieser Weg ja. Bereits 1994 hat der kalifornische Chiphersteller zusammen mit Hewlett-Packard das IA-64-Programm angestoßen. Doch erst jetzt, sechs Jahre später, kommt das erste Produkt auf den Markt.

Welche Aussichten die Itanium-CPU im rauen Rechneralltag erwarten, weiß keiner genau, auch Intel nicht. Zwar hat der Prozessorgigant sein ganzes Marktgewicht in die Waagschale geworfen und ein milliardenteures Unterstützungsprogramm gestartet, doch die Hersteller lassen sich von den Dollars des CPU-Krösus nicht so leicht blenden.

Die Rechnerproduzenten betonen einerseits, die neue IA-64-Architektur unterstützen zu wollen. Keiner will sich nachsagen lassen, einen neuen Techniktrend zu verschlafen. Auf der anderen Seite will sich niemand der neuen Intel-Architektur allein ausliefern. Praktisch alle Hersteller haben eine 32-Bit-Roadmap in der Hinterhand oder führen ihre proprietären Risc-Plattformen weiter.

Erst mal abwarten und sehen, was passiert. Das scheint das Motto der Softwareschmieden zu sein. Zwar heißt es auch hier unisono, die notwendigen 64-Bit-Applikationen seien praktisch schon fertig, doch so richtig damit herausrücken möchte keiner. Man könnte sich ja dem Spott der gesamten Branche aussetzen, wenn die dafür erforderlichen Systeme fehlen.

Damit steckt Intel mit seiner IA-64-Architektur in der Zwickmühle. Auf der einen Seite warten die Rechnerhersteller, bis es die 64-Bit-fähigen Anwendungen gibt. Auf der anderen Seite stehen die Softwareanbieter, die ihre 64-Bit-Applikationen so lange in den Schubladen einschließen, bis die entsprechenden Rechner verfügbar sind. Wie lange Intel diesen Spagat noch aushält, steht in den Sternen. Die Anwender werden allerdings nicht ewig warten. ba