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24.11.2000 - 

Werbefeldzug soll verlorenes Terrain zurückerobern

Das Warten hat ein Ende: Netscape gibt Browser frei

MÜNCHEN (CW) - Die AOL-Tochterfirma Netscape hat die lang erwartete endgültige Version des komplett überarbeiteten Browsers "Netscape 6" auf den Markt gebracht.

Nach einer nicht enden wollenden Testphase ist Netscapes neuer Web-Browser "Netscape 6" nun doch noch zur Marktreife gelangt. Optisch erinnert praktisch nur noch das Firmensymbol an die Vorgängerversion, die noch unter der Bezeichnung "Netscape Communicator" lief. Wie die Features des Neuen eindrucksvoll beweisen, kupfern die führenden Browser-Hersteller Microsoft und Netscape nach wie vor fleißig voneinander ab. So enthält der Netscape-Client nun wie der "Internet Explorer" eine Funktion, mit der der Surfer beispielsweise Anmeldemasken automatisch mit persönlichen Informationen füllen kann. Ebenso erleichtert der neue Browser das Verwalten von Cookies sowie den Passwörtern, die der Surfer bei der Anmeldung auf Websites benötigt.

Die Software enthält einen aufgepeppten E-Mail-Client, der nun mehrere Postfächer verwalten kann - viele Netscape-Nutzer vermissten gerade dieses Feature in den Vorgängerversionen. Optional kann der User die Zusatz-Tools "Net2phone" zum Telefonieren via Internet erhalten. Viel wichtiger dürfte aber für Firmen sein, dass sich die Web-Software mit Suns "Java 2" ausstatten lässt.

Über die in die Browser-Oberfläche eingebaute Fensterfläche "My Sidebar" hat der Nutzer Zugriff auf eine Reihe von Suchmaschinen sowie auf Inhalte von Kooperationspartnern.

Wer nach der ausgedehnten Wartezeit ein Rennpferd erwartet hat, wird jedoch enttäuscht. Der Browser braucht lange, bis die Oberfläche erscheint. Dies stößt besonders solchen Anwendern auf, die bisher mit Microsofts Internet Explorer 5.5 arbeiten. Beim Herunterladen und Anzeigen von Web-Seiten sind beide Produkte jedoch nahezu gleich schnell.

Ob der neue Web-Client das kontinuierliche Schrumpfen von Netscapes Marktanteilen bei Browsern stoppen kann, ist mehr als fraglich. Zwar hat die Software durch die im Open-Source-Projekt "Mozilla" entwickelte Layout-Engine "Gecko" technisch einiges zu bieten, doch welcher durchschnittliche PC-Nutzer spielt sich schon einen zusätzlichen Web-Client auf, wenn sein Rechner bereits das Microsoft-Programm enthält? Immerhin will die Telekom-Tochter T-Online auch weiterhin den Netscape-Browser mit auf ihre Produkt-CDs brennen - parallel zum Konkurrenzprodukt von Microsoft, versteht sich. Nach wie vor ist die Einwahlsoftware "AOL 5.0" und "Compuserve 2000" eng mit dem Internet Explorer verknüpft.

"An den Marktanteilen wird sich kaum etwas ändern", bestätigt auch Andreas Hartmann, Business Development Manager bei Altavista Deutschland aus Hamburg.