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17.09.1999 - 

DV-Geschichte(n) von 1974 bis 1999

Das Würfelspiel von Steve Jobs: Next

Der verlorene Vater kehrt heim, hätte diesmal die Schlagzeile lauten müssen. Denn im Dezember 1996 kaufte Apple die Firma Next. Und damit war deren Chef Steve Jobs wieder bei dem Unternehmen im Sattel, das er einst mitbegründet hatte. Elf Jahre zuvor war er dort hinausgeflogen. Jobs hatte daraufhin mit einigen Getreuen und einem Großteil seines Vermögens zum nächsten großen Wurf angesetzt: Next Computer Inc.

Im September 1989 brachten sie einen aufsehenerregenden Rechner auf den Markt, den "Cube". Der Würfel mit einem Fuß Seitenmaßen umgab eine auf 25 Megahertz getaktete Motorola-CPU 68030, einen Koprozessor 68882, 8 MB RAM und ein Laufwerk für magnetooptische Wechselspeicher. Dazu kam eine weitere Sensation, das objektorientierte Betriebssystem Nextstep.

Kurz vor der Markteinführung hatte Canon sich noch bei Next 16,7 Prozent Anteile gesichert, IBM hatte Nextstep in Lizenz genommen. Und trotz kraß negativer Anmerkungen von Bill Gates und Scott McNealy war die Next-Kiste bald vor allem an Universitäten beliebt. Wichtige Internet-Entwicklungen entstanden zuerst auf dem Cube. Doch der Rechner war zu teuer, um ein Massenhit werden zu können. Alsbald gab es in der Next-Führung Streit um die weitere Richtung. Die Mitgründer Dan Lewin, Bud Tribble und Rich Page stiegen nacheinander aus, Co-President Peter van Cuylenburg wurde von Jobs gefeuert, Ross Perot trat aus dem Aufsichtsrat zurück. Daß Gilbert Amelio, inzwischen bei Apple glücklos agierender Chef, Nextstep unbedingt haben wollte, brachte den Exzentriker Jobs zurück.