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09.11.2001 - 

EMC startet Softwareinitiative Auto-IS

Das Ziel: Speicheraufgaben automatisieren

LONDON (kk) - EMC hat das erste Kapitel einer langfristig angelegten Softwareinitiative aufgeschlagen, mit der Schlüsselfunktionen im Speicherbereich automatisiert werden sollen.

IT-Verantwortliche für die Datenhaltung in Unternehmen sehen sich derzeit mit einer Flut von Produktankündigungen verschiedener Hersteller konfrontiert. Nach Compaqs neuer Auflage von "Versastor", IBMs "Storagetank" oder Hitachis "Hi-Command"-Projekt, präsentierte EMC jetzt die "Auto-IS"-Architektur: "Auto-IS nutzt Software, um die Schlüsselfunktionen im Speicherumfeld zu automatisieren. Dadurch können Kosten gesenkt und Fehler vermieden werden", beschreibt Jim Rothnie, Senior Vice President und Chief Technology Officer (CTO) von EMC Corp. den Ansatz.

Grundlage von Auto-IS ist die "Open Edition" des "EMC Control Center" (ECC). Mit dieser Software sollen Anwender die Verwaltung ihrer gesamten Speicherinfrastruktur - Speichergeräte von EMC und anderen Herstellern, Netze sowie Speicherressourcen auf Host-Rechnern - zentralisieren können. Das Verwaltungsprogramm sammelt und bewertet Informationen der einzelnen Komponenten im Speichernetz. Dazu stellt EMC eine gemeinsame Benutzeroberfläche und ein gemeinsames Repository für die verschiedenen Werkzeuge bereit (siehe Grafik). Über "Agents" werden die verschiedenen Elemente des Speichernetzes eingebunden. Der "Management Server" für die Benutzeroberfläche läuft auf einem NT-Rechner, die beteiligten Agents gibt es für die diversen Unix-Varianten sowie für NT.

Das zweite Fundament der Auto-IS-Architektur ist die "Wide-Sky"-Middleware. Sie kommuniziert mit den einzelnen Komponenten von EMC und anderen Lieferanten. "Wide Sky kann man vergleichen mit dem Hardware Abstraction Layer (HAL) in der Microsoft-Welt. Ähnlich wie das Betriebssystem, über das HAL mit der Hardware operiert, erlaubt unser Application Programming Interface (API) Wide Sky die Kommunikation mit unterschiedlichen Komponenten", erklärt Rothnie.

Basierend auf diesen beiden Säulen wurden die ersten zwei Produkte vorgestellt, die für mehr Automatisierung sorgen sollen. Der "ECC Replication Manager" soll die diversen Aufgaben der Datenreplikation wie Information-Recovery oder Lifecycle-Management vereinfachen. EMC geht davon aus, dass zunehmend Festplatten statt Bandsysteme zur Replikation verwendet werden, um einen sofortigen Restore der Daten zu erhalten. Der ECC Replication Manager automatisiert unter anderem das Erstellen und Vernichten der Datenkopien, synchronisiert die Kopien oder verteilt die Repliken auf unterschiedliche Hosts. Derzeit arbeitet das Programm nur mit den EMC-Produkten "Time Finder" und "Snap View" zusammen. Andere Hersteller sollen aber in Zukunft eingebunden werden.

"ECC Storage Scope" ist das zweite Produkt der Auto-IS-Initiative. Das Programm sammelt in Echtzeit Informationen über alle Speicherelemente eines Unternehmens, analysiert die Daten und erstellt Reports. Solche Werkzeuge werden für die Unternehmen immer wichtiger, da IT-Abteilungen zunehmend als Profit-Center organisiert sind, die ihre "Kunden" im Haus mit den Kosten, die sie verursachen, belasten. Ähnlich wie der ECC Replication Manager bedient Storage Scope derzeit vor allem die EMC-Speicherprodukte, aber auch Subsysteme von Compaq und Network Appliance. Die Unterstützung für Speicher-Arrays von Sun, IBM, HP und Hitachi ist in Vorbereitung.

Die Kosten für die Auto-IS-Produkte gestalten sich nach dem Baukastenprinzip: Bei Bestellung eines der beiden Werkzeuge (Storage Scope oder Replication Manager) liefert EMC die Basisfunktionalität in Form von ECC/Open Edition und der Middleware Wide Sky kostenlos mit. Die Preise für Storage Scope und Replication Manager beginnen bei rund 13000 Dollar.

Abb: Control-Center von EMC

Das EMC-Control-Center soll die Verwaltung aller Speicherressourcen über eine Benutzeroberfläche und ein Repository zentralisieren. Quelle: EMC