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24.10.1980 - 

Datamanager dehnt sich auch in den Siemens-Bereich hinein aus:

Data Dictionary dritte Kraft im DB/DC-Feld

MÜNCHEN - Werkzeug zur Entwicklung neuer Softwaresysteme, Instrument zur betrieblichen Organisation und Kontrolle, Dokumentationsmedium, Hilfsmittel zur Kostensenkung - dies und vieles mehr ist ein Data Dictionary. Ernst H. Kelting, Geschäftsführer der Management Software Products (MSP) GmbH, Rellingen, der diese Auffassung vor dem Münchener Arbeitskreis Org./EDV vertrat, ist überzeugt, daß das Verwalten von Daten und Verarbeitungen per Data Dictionary für den Anwender zunehmend wichtiger wird.

Als Demonstrationsobjekt hatte Kelting das MSP-Produkt "Datamanager" gewählt, mit inzwischen weltweit über 500 und mehr als 60 Installationen in Deutschland, in Keltings Augen "unstreitig der Marktführer". Der Referent prognostizierte, die Entwicklung werde darauf hinauslaufen, daß Systeme wie Datamanager in Zukunft einen Platz einnähmen, wie ihn heute bereits Datenbanken und TP-Monitore innehätten (siehe Abbildung). Kelting stellte klar, daß er von Dictionaries rede, die einen weit größeren Einsatzumfang aufwiesen als die "Directory-Systems", die als Bausteine für Datenbanken erhältlich seien (Beispiele: IMS/DD, Adabas DD, Control 2000).

Datamanager, das ab Mai 1981 auch in einer Siemens-BS2000-Version zu haben sein wird,

- ist derzeit verfügbar für alle IBM- und kompatiblen Großrechner unter DOS-OS/VS- sowie VM/CMS-Betriebssystemen,

- hat einen Hauptspeicherbedarf von mindestens 110 KB (OS) beziehungsweise 140 KB (DOS),

- besteht aus einem Basissystem und zahlreichen "Selectable Units",

- ist unabhängig von einem Datenbank-Managementsystem, verwendet keine IBM-Utilities und verlangt wenig JCL,

- unterstützt "alle wesentlichen" (Kelting) DB-Systeme im IBM-Dunstkreis,

- läuft unter den meisten dort gängigen TP-Monitoren.

Für die Akzeptanz von Datamanager sei es förderlich, meinte Kelting, nicht so sehr seine Dokumentations- und Kontrollqualitäten in den Vordergrund zu stellen, als vielmehr seine Fähigkeit, dem Programmierer Feld- und Satzbeschreibungen (beispielsweise Record-Layouts) zu generieren. Keltings Merksatz: "Was du kannst generieren, brauchst du nicht kontrollieren."

MSP wird die maschinelle Verwaltung von Daten, Informationen und Verarbeitungsprozessen, wie Datamanager sie aufbauend auf dem "Datenelement" als der kleinsten definierbaren Einheit realisiert, weiter ausbauen: So ist geplant, die Attribut-Kontrolle beim Definieren eines Dictionary-Members zu erweitern. Vom 2. Quartal 1981 wird "Sourcemanager" lieferbar sein, mit dem man Cobol-Rahmenprogramme aufgrund von Definitionen aus dem Data Dictionary generieren kann.

In absehbarer Zeit wird auch "Textmanager" auf den Markt kommen, ein Feature, das es nach Keltings Darstellung erlaubt, Texte - beispielsweise für Benutzerhandbücher - per Magnetband in Lichtsatzqualität aus dem Data Dictionary herauszuholen. Die Datamanager-Expansion in den Siemens-Bereich wird schrittweise vor sich gehen. Zunächst wird die Verbindung Dictionary - BS2000 über das jetzige User-Interface hergestellt. Später will MSP eine KDCS-Schnittstelle anbieten, um vom jeweiligen TP-Monitor unabhängig zu werden. Von dann an soll Datamanager auch das Siemens-Datenbanksystem UDS unterstützen.