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07.10.1988 - 

Mit Vierfachprozessor und neuer Betriebssystem-Version:

Data General bleibt seinem AOS/VS treu

PARIS - Der Minicomputerhersteller Data General bleibt auch in Zukunft bei seinem hauseigenen Betriebssystem AOS/VS und wird Unix nur auf kleineren Rechnern einsetzen. Wie erwartet, stellte das US-Unternehmen jetzt ein neues Topmodell mit Vierfachprozessor vor, das den Leistungsvorsprung des Konkurrenten DEC mit seiner VAX-8800-Baureihe wettmachen soll.

Für das am Montag in Paris vorgestellte neue Flaggschiff Eclipse MV 40000 hat Data General sein "Proprietary"-Betriebssystem AOS/VS grundlegend überarbeiten müssen. Um den Unterschied in der Systemarchitektur deutlich werden lassen, taufte DG die neue Version "AOS/ VS II", statt nur eine höhere Release-Nummer anzuhängen. Der Unterschied zum bisherigen Betriebssystem liegt in erster Linie in der neuen "Data Sharing Architecture" (DSA), die auf dem Client-Server-Prinzip beruht, und in Features, die das ebenfalls neue "Message-based Reliable Channel Subsystem" (MRC) unterstützen. Dieses I/O-Subsystem ist auf einen Durchsatz von 400 Megabit pro Sekunde ausgelegt.

Die Leistung der MV 40000 beziffert DG auf 14 bis 50 MIPS. Das Topmodell "Eclipse MV 40000 HA" - das Kürzel HA steht für "high availibility" - ist als Vierfachprozessor ausgelegt. Die komplett in ECL-Halbleitertechnik ausgeführte 40000 läßt sich durch Einsetzen von CPU- und Speicherboards intern bis zur höchsten Leistungsstufe erweitern. Eine Besonderheit der HA-Version, mit der DG vor allem Anwender ansprechen will, die eine preiswerte Alternative zu fehlertoleranten Systemen a la Tandem suchen: Sie kann unter bestimmten Voraussetzungen während des laufenden Betriebs repariert werden.

Mit dieser Mainframe-Performance, so die DG-Produktmanager, sei die MV 40000 der stärkste Supermini auf dem Weltmarkt vor der VAX 8820. Laut Manfred Wittler, Division Vice President für Geschäftsstrategie bei DG Europa, hat das Unternehmen nicht nur Altkunden im Visier, denen ihre alte DG-Maschine zu klein geworden ist. Auf eine Prognose, welchen Anteil das Neukundengeschäft haben werde, wollte sich Wittler allerdings ebensowenig einlassen wie auf eine Schätzung des Marktpotentials für die 40000 in Europa.