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CW-Kolumne


12.01.2009 - 

Database as a Service

Zugegeben, sexy sind Datenbanksysteme nicht. Doch in jeder IT-Organisation spielen sie eine Schlüsselrolle. Ohne schnell verfügbare, vollständige und korrekte Daten funktioniert nun mal kein Unternehmen.

Neben den großen Datenbanksystemen von Oracle, IBM und Microsoft machen sich mit wachsendem Erfolg Open-Source-Produkte breit. Hinzu kommen Spezialdatenbanken, die für bestimmte Aufgaben optimiert wurden, und Appliances (siehe Seite 16), die den Nutzern das Leben leichter machen sollen.

Doch das ist noch nicht alles: Datenbanken in der Cloud könnten künftig ebenfalls zu einer festen Größe im Markt werden. Kunden laden ihre Daten hoch, starten ihre Abfragen gegen die remote Datenbank und zahlen monatlich für die Nutzung je nach gespeicherter Datenmenge. Solche Angebote stecken noch in den Kinderschuhen. Sie werden derzeit vor allem für kurzfristige Projekte genutzt oder wenn IT-Abteilungen mit dem internen System an Kapazitätsgrenzen stoßen - manchmal auch, wenn Fachabteilungen an der eigenen IT vorbeiplanen.

Es ist aber nicht ausgeschlossen, dass sich hier ein neuer Trend entwickelt. Anbieter sind die großen Cloud-Betreiber wie Amazon und Google, aber auch Servicespezialisten, die sich Kapazitäten aus der Cloud - beispielsweise Amazons EC2-Service - beschaffen, um ihre Offerten zu platzieren. Firmen wie Vertica, Enterprise DB oder Sun/MySQL reservieren ihren Kunden eine Datenbankinstanz in der Cloud. Der offensichtliche Nachteil: Es ist für Kunden nicht transparent, in welchem Rechenzentrum rund um den Globus die Daten liegen.

Ein Erdrutsch in Richtung On-Demand-Datenbanken ist vorerst sicher nicht zu erwarten, aber der Markt ist in Bewegung. Das wird sich in der Rezession noch verstärken. Wer verfolgt hat, wie das Kundenvertrauen in SaaS-Pionier Salesforce.com nach anfänglich großer Skepsis über die Jahre gestiegen ist, der kann sich vorstellen, dass sich Ähnliches im Datenbankmarkt wiederholen könnte.