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02.03.2001 - 

Reihenweise Fehlprognosen

Datadesign enttäuscht erneut Anleger und Analysten

MÜNCHEN (CW) - Nicht nur, dass die Datadesign AG das Geschäftsjahr 2000 mit einem entäuschendem Ergebnis abschloss, die Münchner legten nun nach und korrigierten ihre Prognosen für das laufende Geschäftsjahr bereits zum zweiten Mal kräftig nach unten.

Noch im Dezember rechnete das auf den Finanzsektor spezialisierte Software-Unternehmen mit einem Gewinn von drei bis vier Millionen Mark bei einem Umsatz von 45 Millionen Mark für das Geschäftsjahr 2001. Im Sommer war sogar die Rede von 60 Millionen Mark gewesen. Nun gab Datadesign bekannt, dass "durch den Verzicht auf margenschwache Umsätze" nur noch mit Jahreseinnahmen von 26 Millionen Mark sowie einem Gewinn von einer Million Mark zu rechnen sei. Der Schwerpunkt im laufenden Geschäftsjahr liege "eindeutig auf der Gewinnerzielung", so Vorstandschef Roy van der Locht. Wie ein Sprecher erklärte, soll das Produktangebot gestrafft werden, indem verschiedene Module in einem Paket zusammengefasst verkauft werden. Außerdem orientiert sich das Servicegeschäft um, in der Vergangenheit hätte eine Festpreisstrategie zu geringen Margen geführt, wenn sich Projekte als aufwändiger erwiesen als angenommen.

Schließung von NiederlassungenZudem sollen die Niederlassungen in Stuttgart, Kopenhagen und Singapur geschlossen werden. Von den Schließungen sind 13 Mitarbeiter betroffen, zusätzlich ist auch die Entlassung von 22 weiteren Beschäftigten vorgesehen, die nach Firmenangaben nur befristet eingestellt worden waren.

Auch wenn sich die Münchner mit ihren aktuellen Prognosen bemühen, auf der sicheren Seite zu bleiben und betonen, dass man im Vergleich zu Konkurrenten wie Brokat oder Netlife keine Liquiditätsprobleme kenne, muss das Unternehmen jedoch massive Fehleinschätzungen für das abgelaufene Geschäftsjahr 2000 einräumen. Statt 33 Millionen erzielten die Münchner lediglich 25 Millionen Mark Umsatz, das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) liegt bei minus 5,2 Millionen Mark. Prognostiziert hatte Datadesign einen Verlust von 1,7 Millionen Mark. Damit ist das Vertrauen von Analysten und Anlegern erstmal verspielt. Der Kurs, der vor einem Jahr noch knapp 40 Euro wert war, liegt derzeit bei rund 3,5 Euro. Eine Analystin vom Bankhaus Sal. Oppenheim meinte, sie glaube nicht, dass die Gewinnschwelle 2001 zu erreichen sei, und habe die Aktie auf "Verkaufen" von "Halten" herabgestuft.