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27.04.1984 - 

Farbgrafik-Terminal brauchen einstigem Spielautomatenhersteller den Erfolg zurück:

Datagraph will künftig als AG expandieren

LICH (CW) - Die Datagraph GmbH, seit kurzer Zeit Entwickler und Hersteller von hochauflösenden Farbgrafikterminals, strebt zum 30. Juni die Umwandlung in eine Aktiengesellschaft an. Bis zum Gang an die Börse in etwa einem guten Jahr wird sich das Unternehmen noch nach Partnern umschauen, die bereit sind, in den einstigen Herstellern von elektronischen Spielautomaten zu investieren.

Bei der Partnersuche entwickelt Datagraph keine Eile. So erklärte Geschäftsführer Walter Sprenger bei einem Gespräch mit der COMPUTERWOCHE: "Wir haben Angebote, suchen weiter und wägen ab." In der Führungsetage des Unternehmens wird kühl kalkuliert. Denn den Erfolg, den die Grafikterminals den Lichern offenbar bescheren, wertet Sprenger als gutes Omen für Spekulanten? die sich mit ihrem Engagement bei Datagraph einen guten Gewinn sichern wollen.

Bei der erwogenen Plazierung von Aktien an der Börse rechnet Sprenger mit einem hohen Emissionskurs. Anlaß zu diesem Optimismus gibt ihm der nach eigenen Aussagen "unerwartet große Erfolg" der jüngsten Hannover-Messe. Nach dem Niedergang des Geschäfts mit den Spielautomaten sieht Datagraph sich mit seinen Farbgrafikterminals "9754" auf steilem Höhenflug. "Bei uns gehen laufend Order ein? zumeist 1000 Stück-weise, erklärt Sprenger. Dabei sei man Bemüht, die Verträge schnellstens unter Dach und Fach zu bringen, ehe die Japaner kommen. Beruhigt wird bemerkt, daß man die Auftragsvolumen als sicheres Polster für die Zukunft werte.

Um die Eigenkapitalbasis zu stärken, hatte Datagraph nach Verhandlungen mit mehreren deutschen Venture-Capital-Gesellschaften am 1. Februar einen Vertrag mit der Frankfurter Wagnisfinanzierungsgesellschaft (WFG) geschlossen. Als stille Teilhaberin wurde sie ausgewählt, da sie nach Ansicht des Computer-Newcomers über das am weitesten entwickelte Know-how verfüge und ihr Engagement nach industriellen Gesichtspunkten betreibe.

Seine Zukunft sieht Datagraph primär im Verkauf der Grafik-Terminals, wobei sich der Hardware-Verkauf vorwiegend auf OEM-Ebene abwickeln wird. Hierbei kommen in erster Linie deutsche und europäische Hersteller in Frage.

Aufgrund der steigenden Umsatzentwicklung hofft Sprenger, den letztjährigen Umsatz auf 18,5 Millionen Mark verdoppeln zu können. Insgeheim rechnet man sogar mit 50 bis 60 Millionen Mark.