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10.09.1999 - 

Erst 2007 wird ein Wendepunkt erreicht

Datamonitor: Noch übertrifft der Umsatz mit Sprache den mit Daten bei weitem

10.09.1999
MÜNCHEN (CW) - Die Umsätze, die Carrier heute mit Sprache und Daten machen, klaffen weit auseinander. Während sie für Sprachtransfer bei rund 700 Milliarden Dollar liegen, sind es für Datenübertragung nur etwa 50 Milliarden Dollar. Doch die Schere schließt sich. Für das Jahr 2007 erwartet Datamonitor die Umkehr des Trends.

In der Studie "Next Generation Carriers: Technologies and Opportunities" untersuchen die Londoner Analysten den Markt für Netzwerkdienste sowohl für Sprache als auch für Daten. Zunächst vergleichen sie den Wert eines GB Sprache mit dem eines GB Daten und kommen zu dem Schluß, daß die Übertragung von Sprache Carriern zirka elfmal soviel Geld bringt wie die von Daten. Ein Grund dafür ist der sehr teure Aufbau von Datennetzen.

Diese Diskrepanz soll in Zukunft noch größer werden. Für das Jahr 2001 prognostiziert Datamonitor, daß die Wertschöpfung aus Sprachdiensten 76mal höher ist als bei Datendiensten. Bisher wurden in der Regel nur wichtige Informationen über die teuren Datennetze übertragen. Das ändert sich jedoch mit dem Siegeszug von Internet, E-Mail und anderen vernetzten Applikationen. Da niemand bereit ist, für die Übertragung bunter Websites viel Geld auszugeben, sinkt der Wert pro Bit beim Datenverkehr weiter.

Da dessen Volumen immens steigt, wird dieser Effekt jedoch überkompensiert: Der Gesamtwert des Marktes wächst. Im Jahr 2002 sollen die globalen Umsätze mit Datenverkehr zirka 120 Milliarden Dollar betragen (siehe Grafik). Währenddessen wächst der Sprachmarkt mit einer durchschnittlichen jährlichen Steigerungsrate von vier Prozent. Erst für das Jahr 2007 erwarten die Marktforscher, daß der Datenmarkt den für Sprache überholt. Damit nimmt für die Carrier die Bedeutung von Circuit-Switched-Sprachkommunikation tendenziell ab.

Abb: Erst im Jahr 2007 soll der Umsatz mit Datendiensten den mit Sprache erreichen. Danach überholt er die Sprache sogar. Quelle: Datamonitor