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03.10.1980 - 

Distributoren als eigene Vertriebsgesellschaften in die Gruppe:

Datapoint bietet für TRW-Töchter

HANNOVER/FRANKFURT (gr)- Die Datapoint Corp. beabsichtigt, den Vertrieb ihrer Distributed Processingsysteme außerhalb der USA unter eigene Regie zu stellen. Zusammen mit dem Mischkonzern TRW Inc. gab das Unternehmen eine von beiden unterzeichnete, grundsätzliche Vereinbarung bekannt. Danach beabsichtigt Datapoint, das internationale Vertriebsnetz von TRW für Produkte der Datapoint zu erwerben. In der Bundesrepublik verteilt sich der Vertrieb dann auf zwei 100prozentige Töchter: die Gier Electronics GmbH, Hannover, und die Inforex GmbH, Frankfurt.

Der jetzt unterzeichnete Letter of Intent stellt die bisher fehlende Verbindung zwischen Datapoint und TRW her. Das TRW-Vertriebsnetz für Datapoint-Produkte, das unter der Verwaltung von TRW Datacom steht, umfaßt zehn Unternehmen. Fünf davon sind 100prozentige Tochtergesellschaften: in Brasilien, Kanada, Osterreich, der Schweiz und seit April 1977 die Gier Electronics in der Bundesrepublik. Zusammen mit je einem nicht US-Unternehmen gibt es für den Datapoint-Vertrieb fünf Beteiligungsgesellschaften in Australien und vier weiteren europäischen Ländern.

Dem Vorvertrag nach, der auch noch von den Aufsichtsräten beider Gesellschaften genehmigt werden muß, sollen die Vertriebsrechte für Datapoint-Produkte im Juli t981 an den Hersteller zurückfallen. Der bestehende Vertriebsvertrag mit TRW, der damit hinfällig würde, läuft seit 1970 bis 1983.

Würden sämtliche Anteile der mit Vertriebsrechten betrauten Unternehmen an Datapoint verkauft, hätte das Unternehmen 114 Millionen US-Dollar zu zahlen.

Am 26. September fiel die Entscheidung der Datapoint über die Übernahme der europäischen Töchter der Inforex Inc. Datapoint hatte am l 0. Juni dieses Jahres die Inforex Inc. übernommen (CW Nr. 25 vom 20. .Juni 1980 sowie Nr. 16 vom 18 April 1980, jeweils Seite 1). Vermutungen über die Konsequenzen für Gier wollte sich Dr. Wolf von der Lang als Technischer Direktor nicht einlassen. "Bei Übernahme hätte Datapoint in der Bundesrepublik zwei Töchter." Inforex-Geschäftsführer Udo Siegert dagegen sieht die Zukunft eher rosig. "Mit einer starken Muttergesellschaft im Rücken ist Inforex raus aus den Bestimmungen zum Gläubigerschutz nach Chapter 11." Er geht davon aus, daß sich auf Management-Ebene nichts ändert. Kurzfristig werde Inforex ergänzende Produkte in sein Sortiment aufnehmen. Angaben über den Kaufpreis wurden bisher nicht veröffentlicht.