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30.07.1993

Datapoint praesentiert Multimedia-Konzept fuer LANs Mit Minx soll Videokonferenz am Arbeitsplatz Realitaet werden

FRANKFURT/M. (gh) - Video-Conferencing am Arbeitsplatz - unter diesem Motto will sich die Datapoint Corp. als Trendsetter im Bereich Videokonferenzen profilieren. Die US-Company praesentierte mit "Minx" (Multimedia Interface Network Exchange) eine auf sogenannten Video-Workstations basierende Loesung, die durch entsprechendes Ressourcen-Sharing fuer einen kostenguenstigen Multimedia-Einsatz sorgen soll.

Mit dem von Insidern als "Zwitterprodukt" zwischen Videokonferenz und Bildtelefon bezeichneten System wird es nach Angaben von Datapoint erstmals moeglich, mehrere Video-Workstations zu einer Art "Video-LAN" zu verbinden. Bei den Minx-Stationen handelt es sich um Multimedia-Tischgeraete, die ueber einen hochaufloesenden PC- Farbmonitor sowie integrierte Kamera und Mikrofon verfuegen. Sie koennen ueber herkoemmliche Koax-Kabel lokal und global (beispielsweise in einem WAN) miteinander kommunizieren, wobei sowohl

Point-to-point- als auch Multimpoint-Verbindungen moeglich sind.

Schaltzentrale eines solchen Video-LANs ist der "Minx-Cluster- Server", eine analoge Multipoint-Steuereinheit, die bis zu acht Videostationen im LAN verwalten kann und sich im Rahmen groesserer Konfigurationen auf insgesamt neun Steuereinheiten kaskadieren laesst. Schnittstelle nach aussen ist ein an den Cluster-Server angeschlossener, auf der CCITT-Norm H.261 basierender Codec, der die analogen Bildsignale in digitale Codes umwandelt und umgekehrt und dabei je nach Ausfuehrung Leitungsbandbreiten von 64 Kbit/s bis 2 Mbit/s unterstuetzt.

Wesentlicher Vorteil der Minx-Architektur ist laut Hersteller, dass der Codec von allen Teilnehmern im Netz genutzt werden kann - das heisst, die Komprimierungseinheit muss pro Video-LAN nur einmal angeschafft beziehungsweise installiert werden. Zudem kann ueber optional erhaeltliche Interfaces traditionelles Videokonferenz- Equipment wie Studios oder "Rollabouts" in das Minx-System integriert werden.

Diese - auf Investitionsschutz zielenden - Features sollen, wie Christofer Schneider, Product Manager bei der Datapoint Deutschland GmbH, anlaesslich der Minx-Praesentation in Frankfurt betonte, mit dazu beitragen, dass laengerfristig "auf jedem Schreibtisch eine Multimedia-Workstation steht". Bis es dazu kommt, duerfte allerdings noch einige Zeit vergehen; denn obwohl Marktforscher allein den europaeischen Videokonferenzmarkt bis 1995 auf fast eine halbe Milliarde US-Dollar taxieren, blieb der grosse Durchbruch bis dato aus.

Grosse Hoffnung knuepft die New Yorker Company, hauptsaechlich bekannt durch ihre LAN-Architekturen Arcnet beziehungsweise Arcnet plus, in Sachen Video-Conferencing vor allem an den sich jetzt abzeichnenden ISDN-Boom. Gerade die bis vor kurzem nur sehr zoegerlich einsetzende Verbreitung des digitalen Netzes, insbesondere aber die lange Zeit ueberteuerten Tarife waren Schneider zufolge denn auch der Grund, mit dem bereits 1985 entwickelten Minx-System erst jetzt auf den europaeischen Markt zu gehen, waehrend man in den USA bereits eine grosse Zahl an Referenzinstallationen vorweisen koenne.

Mittelfristig rund zehn Prozent Marktanteil will man sich, wie es in Frankfurt hiess, vom weltweiten Video-Workstation-Kuchen abschneiden und dabei vom Erfahrungsvorsprung gegenueber vergleichbaren Mitbewerbern profitieren.

Einstiegsangebote sollen

Anwender locken

Um das System den Anwendern schmackhafter zu machen, winken die Datapoint-Marketiers zudem mit zwei speziellen Einstiegsangeboten: "Win Minx", eine Kombination aus Hardware und Software, mit der alle Minx-Funktionalitaeten unter Windows abrufbar sind, sowie "Minx Link", eine rund 28 000 Mark kostende Light-Version fuer die ausschliessliche Point-to-point-Kommunikation, bestehend aus einer Video-Workstation, einem Codec und entsprechender Control- Software.