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02.03.1984 - 

Broker erwarten für Drucker-Peripherie-Hersteller ansehnliches Gewinnwachstum:

Dataproducts baut auf OEM-Geschäft

Dataproducts Corp. (DPC), Hersteller von Drucker-Peripherie für Computersysteme, wird nach Ansicht des amerikanischen Brokerhauses Thomson Mckinnon noch auf längere Sicht hinaus ein ansehnliches Gewinnwachstum erzielen können. Der Broker geht davon aus, daß der Gewinn je Aktie mit einer durchschnittlichen jährlichen Rate von rund 20 Prozent steigen wird. Auch Merrill Lynch kommt in einer Analyse der Marktchancen dieses Unternehmens zu einer ähnlich positiven Einschätzung der Wachstumsaussichten des Gewinns je Aktie.

Die Gewinnentwicklung im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres zum 31. März entspricht mit 35 Cent je Aktie im Vergleich zu 18 Cent im entsprechenden Vorjahreszeitraum weitgehend den Erwartungen. Der Auftragsbestand sowie die laufenden Bestellungen zeigten im letzten halben Jahr eine deutliche Steigerung, was zum einen auf einer Erholung am Mikrocomputermarkt, zum anderen auf eine weiterhin starke Nachfrage bei Personal Computern und Arbeitsplatzrechnern zurückzuführen ist. Während die jetzt bekanntgegebenen Gewinnspannen durch beträchtliche Startkosten durch erste Auslieferungen im Rahmen zweier OEM-Verträge (Wang, IBM) belastet werden, dürften die Margen sehr bald wieder ein günstigeres Niveau erreichen. Für das laufende Geschäftsjahr rechet Thomson Mckinnon mit einem Gewinn von 1,25 bis 1,30 Dollar je Aktie.

DPC hat derzeit einen Anteil von schätzungsweise 60 Prozent des amerikanischen OEM-Marktes für Computer-Drucker mit mittlerer und hoher Geschwindigkeit. Mit der Entwicklung einer hochleistungsfähigen Druckerkette konnte die Anschlagkraft im Vergleich zur üblichen Walztechnik reduziert werden. Seit der Übernahme von Integral Data Systems (ids) im April vergangenen Jahres ist DPC nun auch am Markt für Personal-Computer-Drucker vertreten.

Thomson Mckinnon sieht ein beträchtliches Wachstumspotential für Druckerperipherie bei SBS-Anlagen (SBS = Small Business Systems) und Arbeitsplatzrechnern. Der Broker geht von einer jährlichen Steigerung des Marktvolumens von rund 40 Prozent aus, die Aussichten für das Geschäft mit hochleistungsfähigen Kettendruckern bleiben ebenfalls weiterhin gut, was nach Ansicht von Merrill Lynch unter anderem auf den steigenden Absatz von Minicomputern der Mittelklasse zurückzuführen ist. Die Zeilendrucker stellen derzeit mit etwa 50 Prozent den größten Anteil am Gesamtumsatz des Unternehmens dar wobei ihr Beitrag zum Gewinn nach wesentlich höher ausfallen dürfte.

Nach Schätzungen von Merrill Lynch dürfte im Geschäftsjahr 1985 der OEM-Handel mit Wang und IBM etwa 25 Prozent des Gesamtumsatzes von Dataproducts ausmachen. DPC bemüht sich derzeit, die Rentabilität im Bereich der unteren Leistungsklasse zu verbessern. Nachdem Wang als wichtiger Großkunde gewonnen werden konnte, hofft man nun bei Dataproducts, allein mit dem Wang-Projekt innerhalb der nächsten sechs Monate die Rentäbilitätsschwelle von 25 Millionen Dollar (Umsatz) erreichen zu können. Ein positiver Einfluß auf das Unternehmensergegnis geht auch von der Tochtergesellschaft Dataproducts New England aus, die in der Telekommunikation tätig ist sie hat einen Anteil von 12 Prozent am konsolidierten Umsatz, und ihre Gewinnspannen liegt deutlich über dem Firmendurchschnitt. 85 Prozent des Geschäftsvolumens entfallen auf Regierungsaufträge und sind dem militärischer Bereich zuzurechnen.

Interessant ist auch, daß DPC ein Abkommen mit der 3m Corp. getroffen hat, um zusammen einen Seitendrucken auf der Basis der Toshiba Kopiertechnologie zu entwickeln und zu fertigen. DPC wird die Software liefern, um die Schnittstelle zwischen Drucker und Rechner zu bedienen. Die Hardware dazu kommt von 3m. Die ersten Modelle sollen im nächsten Jahr zur Verfügung stehen.