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26.05.1995

Dataquest-Studie zum Wandel im IT-Markt Bei komplexen DV-Aufgaben hilft haeufig nur noch das Outsourcing

LONDON (CW) - Wie reagieren IS-Manager auf die Veraenderungen des schnellebigen DV-Markts? Die permanenten, teils sogar rasanten Verschiebungen in der Computertechnik und die daraus folgende staendi-ge Neuorientierung von Verantwortlichen und Mitarbeitern in den DV-Abteilungen war Gegenstand eines Dataquest-Vortrages anlaesslich eines Kunden-Meetings der DEC-Division Multivendor Customer Service (MCS) in London.

Die Marktforscher untersuchten unter anderem die verfuegbare Rechenleistung im Jahr 1988 und verglichen die Daten mit den fuer 1996 prognostizierten Volumen. Vor rund sieben Jahren lieferten Main-frames, Supercomputer und Midrange-Rechner noch 65 Prozent der ge-samten Power, der Rest der Leistung ging auf das Konto von PCs und Workstations.

Im kommenden Jahr erwartet Dataquest, dass sich das Verhaeltnis nahezu umkehrt, dann sollen PCs und Workstations mit 63 Prozent den Grossteil der Leistung aus digitalen Rechenmaschinen erbringen. Dieser Wandel hat Folgen, denn IS-Manager, vor rund zehn Jahren noch in einer homogenen Grossrechnerwelt zu Hause, muessen sich innerhalb kurzer Zeit auf neue Techniken einstellen. Die Komplexitaet der homogenen Welten weicht der Herausforderung heterogener Installationen.

Wie rasch sich der IT-Markt wandelt, laesst sich auch anhand der veraenderten Anschaffungsprioritaeten der Anwender erlaeutern: 1993 plante gut ein Drittel der Befragten die Migration von der zentralen Datenverarbeitung zu Client-Server-Konzepten, 1994 waren es schon ueber 60 Prozent. Die Anschaffung offener als Ersatz fuer proprietaere Systeme hatte 1993 ein Fuenftel ins Auge gefasst, 1994 waren es bereits 52 Prozent. Selbst innerhalb des relativ jungen PC-Marktes stehen bei immer mehr Unternehmen bemerkenswerte, wenn auch nicht so dramatische Aenderungen an: 1993 wollten 34 Prozent der Firmen von Einzelplatz-PCs zu LANs migrieren, 1994 waren es schon 38 Prozent. 33,5 von 100 Befragten planten 1993, einzelne LANs untereinander zu verbinden, 1994 visierten immerhin 36 Prozent dieses Ziel an.

In derselben Weise, wie sich in der Vergangenheit neue Techniken unternehmensweit ausgebreitet haben, aenderten sich auch die Anforderungen an den technischen Support. Verantworteten DV- Mitarbeiter frueher die staendige Verfuegbarkeit des Datenzentrums, haben sie heute vornehmlich das Netzwerk zu verwalten. Aus Entscheidungtraegern ueber technische Neuanschaffungen sind mittlerweile technische Berater geworden, und der Fokus des altgedienten DV-Profis auf die Pflege seiner Maschinen ist nicht mehr zeitgemaess. Heute sollte er den Blick auf das Kerngeschaeft seines Arbeitgebers richten und dieses mit technischen Mitteln effizienter gestalten.

Diese strategischen IS-Planungen erfordern aufgrund der Komplexitaet heterogener Installationen jedoch viel Zeit - und die ist laut Dataquest knapp. Neben den klassischen Aufgaben der DV- Abteilungen wie Schulungen, Reparaturen und technischem Support kann der IT-Verantwortliche nur 17,6 Prozent seiner Zeit darauf verwenden, sich mit Planungsaufgaben und Investitionsentscheidungen zu beschaeftigen.

Ein guter Boden fuer externe Dienstleister wie die DEC-Division MCS, die mit Outsourcing- und Integrationsangeboten am Markt vertreten sind und bereitstehen, dem ueberlasteten DV-Support unter die Arme zu greifen. Anwender, so das Marktforschungsunternehmen, entscheiden sich nicht vornehmlich aus Gruenden der Kosteneinsparung zum Outsour-cing von DV-Aufgaben, sondern um Arbeit abgeben und von den Erfah-rungen externer Dienstleister mit neuen Techniken profitieren zu koennen.