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Schweden plant für Arbeitnehmerfonds zusätzliche Steuerlasten


26.08.1983 - 

Datatronic flüchtet in die USA

STOCKHOLM (VWD) - Eines der expansivsten skandinavischen Unternehmen in der Elektronikbranche, die schwedische Datatronic AB, wird wegen der von der sozialdemokratischen. Regierung Olaf Palme geplanten Einführung von Arbeitnehmerfonds den Schwerpunkt seiner Interessen in die USA verlagern. Auch die Börseneinführung wird nicht in Schweden vorgenommen, sondern in den USA.

Der Vorstandsvorsitzende und Eigentümer des Unternehmens, Mats Gabrielsson, rechtfertigte diesen Schritt jetzt damit, daß die zusätzlichen Steuerlasten durch die Fonds die Expansion seines Unternehmens behindern würden. Datatronic hat 1982 einen Umsatz von 163 Millionen Schwedische Kronen erzielt und wird in diesem Jahr voraussichtlich auf 450 Millionen Schwedische Kronen kommen.

Der Vorsitzende des schwedischen Arbeitgeberverbandes, Curt Nicolin, hat Ministerpräsident Palme noch einmal gemahnt, angesichts des ernsten wirtschaftlichen Problems des Landes von den Arbeitnehmerfonds Abstand zu nehmen. Die für Anfang 1984 geplante Einführung der Fonds bedeute eine "schrittweise Umwandlung des Wirtschaftssystems", sagte Nicolin.

Nach den Vorstellungen der Regierung sollen den Fonds aus "Übergewinnen" der Unternehmen und besonderen Arbeitgeberabgaben Kapital zugeführt werden, mit dem die Gewerkschaften das Aktienkapital von Unternehmen bis zu einem Stimmrecht von 49 Prozent aufkaufen können. Der Gewerkschaftsbund LO und die Sozialdemokraten argumentieren unter anderem, daß mit den Fonds der "Einfluß der großen Finanzfamilien gebrochen" und "mehr Demokratie in der Wirtschaft" geschaffen werden soll.