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06.02.1976 - 

"Tekommunikationsbericht" der "Kommission für den Ausbau des technischen Kommunikationssystems"

Datel-Dienste sollten ausgebaut werden

06.02.1976

BONN - Die 1973 von der Bundesregierung eingesetzte Kommission für den Ausbau des technischen Kommunikationssystems hat in ihrem Abschlußbericht empfohlen, dem Ausbau und der Weiterentwicklung des Fernsprechnetzes Vorrang gegenüber allen Plänen für Kabelfernsehen (Breitband-Verteilnetz) und Bildfernsprechern (Breitband-Vermittlungsnetz) zu geben. Sie regt an, gleichzeitig durch neue Telekommunikationsformen wie das Bürofernschreiben mittels Schreibautomaten und das Fernkopieren, die elektronische Briefübermittlung als Alternative zur Postzustellung zu realisieren. Bereits das derzeitige Fernsprechnetz biete insbesondere während der verkehrsschwachen Nachtstunden ausreichende und kostengünstige Übertragungsmöglichkeiten.

Keine Verzögerungen für DFÜ-Ausbau

Aufgabe der 22köpfigen Expertenkommission unter Vorsitz des Münchner Betriebswirtschaftlers Prof. Dr. Eberhard Witte war, Vorschläge für ein wirtschaftlich vernünftiges und gesellschaftlich wünschenswertes technisches Kommunikationssystem der Zukunft zu erarbeiten.

Zum Thema Datenkommunikation stellen die Kommunikations-Experten aus Parteien, Interessenverbänden und Wissenschaft fest, daß die Datenfernverarbeitung zur Förderung der wirtschaftlichen Produktivität und zur Rationalisierung der Verwaltung beiträgt. Sie empfehlen entsprechend, "das in Einführung befindliche öffentliche Fernschreib- und Datennetz in Anpassung an den steigenden Bedarf an Datenkommunikation ohne Verzögerung auszubauen".

Priorität auch für Datenkommunikation

Ausgangspunkt für die Bedarfsrechnungen der Kommission war, daß Ende 1974 in der Bundesrepublik 24 500 Datenstationen an das Fernmeldenetz, der Bundespost angeschlossen waren (dazu etwa gleichviel Terminals in grundstücksinternen Netzen). 1985 müsse mit 200000 Terminals in öffentlichen Netzen gerechnet werden. Während es bei Zentraleinheiten eine Wachstumsrate von jährlich 10 Prozent gäbe, betrage der Zuwachs bei den Datenstationen zur Zeit 35 Prozent. Wenngleich es heißt: "Die von der Deutschen Bundespost eingeführten Datel-Dienste erfüllen im wesentlichen den gegenwärtigen Bedarf der Teilnehmer nach Datenkommunikation", wird auch festgestellt, daß in Zukunft mit einem höheren Datenkommunikationsbedarf gerechnet werden muß, als bisher prognostiziert wurde.

Bei der Zuordnung von Prioritäten durch die Kommission stehen das Bürofeinschreiben und das Fernkopieren im Vordergrund. "Die Datenkommunikation tritt nicht deshalb zurück, weil sie weniger dringlich wäre, sondern weil" - so die Meinung der Experten - "die notwendigen Ausbaumaßnahmen bereits eingeleitet worden sind."