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30.06.1995

Daten: Die unsichtbare Goldmine Untersuchung ueber den Wert von Geschaeftsinformationen

MUENCHEN (CW) - Wie wichtig sind den Managern ihre Geschaeftsdaten und -informationen? Diese Frage versuchte die englische Reuters Business Information mit einer Umfrage (Information as an Asset: The Invisible Goldmine) bei 500 Unternehmern auf der Insel zu beantworten.

Die Marktforscher der Reuters-Tochter interessierte die Einstellung der hauptsaechlichen Benutzer der Informationen - befragt wurden Marketing- und Finanz-Manager sowie Firmenchefs - etwa zu den Kosten der Informationsgewinnung oder dem Wert und Schutz von Geschaeftsdaten. Immerhin gab ein Viertel der Befragten an, dass Kenntnisse ueber Produkte, Verkaufs- und Marktzahlen, Kunden oder Konkurrenz, der wichtigste Vermoegensgegenstand im Unternehmen seien.

Die Haelfte der britischen Manager bewertet dieses Wissen hoeher als Markennamen oder Warenzeichen; fuer ein Zehntel sind die Informationen sogar wichtiger als die eigenen Angestellten. In Zahlen ausgedrueckt, beziffert sich der Wert der Information bei mehr als der Haelfte der Unternehmen auf 100000 Pfund oder mehr. Insbesondere bei Distributions- und Handelsunternehmen stellen Daten einen wichtigen Produktionsfaktor dar: Dort sind sie bei einem Drittel der Unternehmen ueber eine Million Pfund wert, im Finanzsektor bei rund 25 Prozent der Befragten.

Informationsbeschaffung ist nicht kostenlos - zu zahlen sind Lizenzgebuehren fuer Datenbanksoftware, Telefongebuehren, Mitarbeiterloehne sowie Entgelte fuer gekaufte Adressen. Allerdings werden diese Kosten und der Aufwand fuer die Pflege der Datenbestaende nur von rund 40 Prozent der Unternehmen erfasst.

Als Hauptgruende fuer das Versaeumnis nennen die Verantwortlichen, dass sie niemals daran gedacht haetten, die Kosten zu berechnen (35 Prozent), die Erfassung zu komplex sei oder der Aufwand nicht ins Gewicht falle (je 26 Prozent). Die Analysten von Reuters zitieren einen Marketing-Direktor mit der Aussage, dass in seinem Unternehmen Information so lebensnotwendig sei, dass Kostenueberlegungen keine Rolle spielten.

Von den 200 Unternehmen, die die Aufwendungen registrieren, geben knapp 60 Prozent jaehrlich mehr als 10000 Pfund fuer Informationen aus, 35 Prozent sogar mehr als 25 000 Pfund. Dabei hat sich die Mehrheit (63 Prozent) nicht gegen den Verlust von Daten versichert, ueberwiegend deshalb, weil es zu umstaendlich sei. Gleichzeitig geben die Manager zu, dass die Datenvolumina innerhalb der letzten zehn Jahre stark gewachsen sind. 21 Prozent schaetzen, dass sie sich in dieser Zeit verdoppelt haben, 26 Prozent verzeichnen eine Vervierfachung, und fast die Haelfte der Befragten (48 Prozent) haelt selbst diese Zahl fuer nicht ausreichend. Gehen diese Daten verloren, glauben die meisten Befragten, innerhalb einer Woche zum Normalbetrieb zurueckkehren zu koennen. Allerdings befuerchten 23 Prozent, dies sei erst innerhalb von einem Monat moeglich, und ebenfalls 23 Prozent wuerden sechs Monate und laenger am Datenverlust knabbern.