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18.11.1994

Daten hier, Backup dort

Es war einmal.... - dieser Einstieg laesst sich fuer jeden Beitrag ueber die sich im Umbruch befindende Unternehmens-DV verwenden. Diese Woche gilt der Rueckblick der Datensicherung, der die IT- Verantwortlichen schon immer ihre volle Aufmerksamkeit widmeten. Verglichen mit den heutigen Anforderungen war die Verfuegbarkeit der Daten im Rechenzentrum allerdings relativ einfach zu bewerkstelligen. Es gab nur eine Datenzentrale, die es zu sichern galt: das Mainframe-RZ.

Mit den PCs schlichen sich neue Datenspeicher in die bis dahin heile DV-Welt ein. Eine dezentrale, Client-Server-basierte Informationsverarbeitung sieht sogar eine verteilte Datenhaltung vor. Damit werden auch an das Backup neue Anforderungen gestellt. Waehrend die Datensicherung in einer reinen Mainframe-Welt einen homogenen Bestand betraf, sind in einer heterogenen Welt verschiedene Dateiformate und -strukturen zu beruecksichtigen.

Um Host-Daten und dezentrale Bestaende konsistent zu halten, blieb der Elektronikkonzern Rohde & Schwarz dem bewaehrten Konzept treu. Ein Robotersystem verwahrt die Files der beiden Welten auf Magnetbaendern. Die taegliche Incremental-Sicherung erfolgt auf den Platten der BS2000-Maschine. Bei den Quelle Versicherungen stand man dagegen im Rahmen der R/3-Einfuehrung vor der Aufgabe, in einer Unix-Umgebung einen optimalen Ausfallschutz zu realisieren. Faellt der Rechner mit der SAP-Software aus, springt ein zweiter RS/6000- Server ein, der auf das gleiche Raid-Array zugreift wie das Hauptsystem. In einer dezentralen IT-Umgebung koennen aber auch mehrere Server fuer das Backup herangezogen werden. Welche Moeglichkeiten es gibt, beschreibt Rudolf Baumann in seinem Beitrag.

Neben der zentralen oder dezentralen Ausrichtung des Backup- Rechners wirft aber auch die Wahl des Speichermediums in einer modernen DV-Infrastruktur Fragen auf. Waehrend in der Mainframe- Welt Magnetbaender Usus sind, steht der Anwender von Unix- oder PC- Systemen vor der Wahl: Magnetbandkassetten, magneto-optische Platten, Raid-Systeme etc. Wichtige Daten werden bei Firmen mit einem zentralen und dezentralen DV-Mix vermutlich auch noch in naechster Zeit bevorzugt auf dem Magnetband abgelegt - schon allein der vorhandenen Datenbestaende wegen. Geht ein Unternehmen kompromisslos den dezentralen Weg, sind die Optionen vielfaeltiger. Eines ist den hier dargestellten Backup-Konzepten jedoch gemeinsam: Die Administration erfolgt weiterhin zentral. In einer Client-Server-Umgebung mit dezentraler Datensicherung kann dies allerdings so manche Probleme verursachen, wenn zum Beispiel beim Backup-Server vor Ort eine Platte ausfaellt, der Administrator aber in der Zentrale sitzt.