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08.06.2015 - 

China weist Vorwürfe zurück

Daten von Millionen US-Beamten gehackt

Ein neuer Hacker-Angriff macht den USA zu schaffen. Millionen Mitarbeiter der Regierung sind betroffen. Wieder einmal soll China dahinter stecken. Doch dort streitet man die Vorwürfe ab.

Die USA geben China die Schuld an einem Hackerangriff auf Personaldaten von Millionen amerikanischen Beamten. Vier Millionen aktuelle und ehemalige Mitarbeiter der US-Bundesverwaltung seien betroffen, erklärte die zuständige Behörde OPM. Es ging um Sozialversicherungsnummern, Arbeitsbeschreibungen und Beurteilungen der Mitarbeiter.

Offizielles Siegel des Office of Personnel Management (OPM)
Offizielles Siegel des Office of Personnel Management (OPM)

US-Ermittler gingen davon aus, dass China den Angriff gesteuert habe, berichteten US-Medien wie die "Washington Post" und der Fernsehsender CNN. Laut CNN sind Ermittler der Ansicht, dass Hacker für die chinesische Regierung eine riesige Datensammlung mit Informationen über US-Amerikaner anlegen.

China wies die Vorwürfe als "grundlose Anschuldigungen" zurück. In einem Kommentar der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua war am Freitag von "einem weiteren Fall gewohnheitsmäßiger Verleumdung Chinas durch Washington wegen Cyber-Sicherheit" die Rede. China sei selbst ein Opfer von Hackern. Ein Sprecher der chinesischen Botschaft in den USA sagte CNN, die Urheber von Hackerangriffen seien oft schwer zu ermitteln. Er nannte die Vorwürfe "kontraproduktiv".

Der digitale Einbruch bei der Personalverwaltung OPM folgt auf andere spektakuläre Hackerangriffe auf die USA. Hackern war es unter anderem gelungen, E-Mails von Präsident Barack Obama zu lesen. Immer wieder deuten US-Ermittler in Richtung China, vereinzelt aber auch in Richtung Russland. Zum Jahresende machte der Hackerangriff auf die Computer von Sony Pictures weltweit Schlagzeilen. Hier vermuteten die USA als Urheber Nordkorea. Andere Fachleute bezweifelten das.

Den aktuellen Angriff bemerkte die Personalverwaltung im April, nachdem sie kurz zuvor ein neues System zur Abwehr ebensolcher Attacken eingeführt hatte. Der Behörde zufolge konnten die kriminellen Hacker Sozialversicherungsnummern, Arbeitsbeschreibungen und Beurteilungen der Mitarbeiter lesen.

Es sei unklar, welche Daten gestohlen worden seien. Die Personalverwaltung ist für die Mitarbeiter der US-Bundesbehörden zuständig. Sie rief die Betroffenen auf, Kontobewegungen genau zu verfolgen und möglichen Missbrauch sofort zu melden.

Das Heimatschutzministerium und die Bundespolizei FBI hätten Ermittlungen aufgenommen, hieß es weiter. Zudem habe man die eigenen Sicherheitsmaßnahmen sofort verstärkt, teilte die Personalbehörde mit. (dpa/tc)

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CAD-Robert

Ich habe da mal grundsätzliche Zweifel: Gibt es denn überhaupt in den USA das "Beamterverhältnis", so wie es hier in Deutschland existiert?! Nein!

Es gibt "Staatsangestellte", aber kein "Beamtenstatus" mit verfassungsrechtlich geregeltem Kündigungsschutz aus Lebenszeit und lebenslange, automatische Lohnerhöhungen bis zur Pensionierung.

Der deutsche "Beamter" wird über das Grundgesetz nach dem "Alimentärprinzip" besoldet, also nur "auf Grund seiner Existenz" bezahlt. Wenn dies in Amerika in den letzten 70 Jahren eingeführt worden wäre, dann wäre das aus US-amerikanischer Leistungssicht "Kommunismus in Reinform" und somit vollkommen undenkbar.

Ein US-Polizist ist ein "Staatsangestellter". Er bekommt einen Arbeitsvertrag, ein Gehalt und er ist jederzeit kündbar. Ein Sonderfall ist der "Sheriff" und der "Richter": beide werden auf Zeit gewählt. Eine besonderen "Beamterstatus" in Form von "Unkündbarkeit" gibt es nicht.

Die britischen Besatzungsmacht versuchte vergeblich, die Installation des "Preussischen Berufsbeamtentum" in der damaligen "Westzone" zu verhindern. Konrad Adenauer (der selber für sich diesen Vorkriegs-Status aber wieder wollte), hintertrieb diese zentrale politische Forderung der Briten so verhement und eisern, so daß die Briten das Ziel schließlich entnervt fallen ließen.

Ich sehe sehr oft, dass einfach weil man bei uns den "Polizeibeamten" in Uniform so kennt, automatisch alle uniformierten Polizisten / Staatsdiener in anderen Länder einfach als "Beamte" anspricht oder so bezeichnet. Das ist aber so eine zu starke Vereinfachung und entspricht nicht der Realität.

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