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22.08.2003 - 

Storage-Resource-Management senkt Kosten und steigert Qualität

Daten: Weil weniger mehr ist

Das explosive Speicherwachstum strapaziert die knapp bemessenen Budgets aufs Äußerste und fordert tagtäglich das IT-Management neu heraus. Abhilfe verspricht der Einsatz eines plattformübergreifenden Storage-Resource-Managements (SRM), das die effektive und effiziente Bewirtschaftung einer der kostbarsten Unternehmensressourcen im IT-Betrieb etabliert. Von Kai-Uwe Klein*

Der Datenhunger in den Unternehmen scheint ungebrochen. Anwendungen wie Business Intelligence (BI), Customer-Relationship-Management (CRM), Enterprise Resource Planning (ERP), Supply-Chain-Management (SCM) oder E-Business in jeglicher Form lassen die zu verarbeitende Informationsmenge weiter wachsen. Der Preis, den Unternehmen für die stark steigende Digitalisierung und Automatisierung der Geschäftsprozesse notgedrungen zahlen, ist eine jährliche Zunahme der Speicherressourcen zwischen 30 und mehr als 100 Prozent. Folglich werden die Kostenstrukturen einer Systemlandschaft zunehmend von der Hardware dominiert. Nach einer Prognose der Meta Group entfallen 80 Prozent der Hardwareausgaben im nächsten Jahr auf Storage. Parallel wächst die Heterogenität der Systemlandschaft durch sich zum Teil ergänzende, zum Teil konkurrierende Speicherkonzepte wie NAS (Network Attached Storage) oder SAN (Storage Area Networks), aber auch DAS (Direct Access Storage).

Die Verantwortlichen für den IT-Betrieb sind gefordert, ungeachtet der begrenzten Finanz- und Personalressourcen eine passende Antwort auf die gestiegenen Ansprüche zu finden. Als Ausweg empfehlen Analysten von Hurwitz, IDC und Meta Group eine Konsolidierung der Speicherperipherie in Verbindung mit einem durchgängigen, zentralen Speicher-Management. Dieses Vorgehen würde zum einen die effiziente Nutzung der Speicherressourcen unterstützen und zum anderen die Komplexität großer Speicherinfrastrukturen auf der Administrationsebene reduzieren und die Verwaltung vereinfachen. SRM-Lösungen gestatten in größeren Umgebungen ab zehn Servern oder einem Terabyte Daten neben der Automation und der Überwachung des Betriebs auch fundierte Analysen des Ressourcenverbrauchs. Der Administrator kann so die Speicherressourcen sowie deren Nutzung detailliert überblicken.

"Do more with less" umschreibt IDC den Nutzen, den ein Anwender aus dem Einsatz eines solchen SRM-Werkzeugs und des Zusammenführens der Speicherressourcen unter eine logische Sicht zieht. "Do more" meint hier die Analyse und das Durchforsten von Speichern zur Umsatzmaximierung, während "with less" für den einfachen, transparenten Zugriff auf Daten sowie eine effiziente Nutzung steht.

Beispielsweise erlaubt die Statistik über den realen Verbrauch den Einstieg in eine Leistungsverrechnung und hält damit die Mitarbeiter zum wirtschaftlichen Haushalten an. Zugleich werden mit einer SRM-Lösung die unternehmensweiten Speicherressourcen nach ungenutzten oder mehrfach vorliegenden Dateien durchforstet. Nicht vollständig gelöschte temporäre Datensätze, die aus Datenbanksortierungen stammen, werden ebenso aufgespürt wie nicht geschäftsrelevante Dateien (MP3-Files,WAV-Files etc.) oder wenig genutzte Informationen, die sich problemlos auf ein preiswertes Backup-Medium auslagern lassen.

Entlastung für Mensch und Maschine

Die gewonnenen Speicherkapazitäten erlauben, vorhandene Ressourcen geschickter einzusetzen und einen vielleicht schon ins Auge gefassten, vermeintlich notwendigen Ausbau erst einmal zu verschieben. Zugleich informiert die kontinuierliche Trendanalyse des Ressourcenverbrauchs über zuvor definierte Alarme und Schwellwerte und gestattet so ein frühzeitiges Gegensteuern, um Störungen zu vermeiden.

Der Einsatz eines SRM schont aber nicht allein die Speicherressourcen, sondern entlastet auch das Personal spürbar. Gilt beispielsweise ein Administrator mit der Betreuung eines Datenbestands von 1000 GB als ausgelastet, benötigt er nach Untersuchungen von Analysten wie Strategic Research mit Hilfe eines SRM nur noch 40 Prozent seiner Zeit für diese Aufgabe. Die höhere Qualität des Datenbestandes, die die Entfernung von "Dateileichen", genaue Zuordnung etc. mit sich bringen, wirkt sich zudem positiv auf die Sicherung und Sicherheit aus. Zum einen hat der Administrator die vollständige Kontrolle da-rüber, ob alle zu einer Anwendung gehörigen Daten ordnungsgemäß gesichert wurden. Zum anderen fällt der Backup- und Recovery-Aufwand für "saubere" Datenbestände geringer aus. Weniger, aber dafür bessere Daten reduzieren gleichfalls das Sicherheitsrisiko, da die Angriffsfläche insgesamt kleiner ist und Gefahren wie unvollständige Sicherungen, nicht vorhandene Informationen über Auslagerungen, Ort und "Besitzer" der Daten der Vergangenheit angehören. (kk)

*Kai-Uwe Klein ist Consulting Manager bei Computer Associates in Darmstadt.

Was SRM bringt

- Unternehmensweites Accounting der logischen Speicherressourcen.

- Backup-Planung durch Erhebung der täglich geänderten Datenmengen.

- Historische Datensammlung und Trendentwicklung.

- Die Datensammlung aus File-Systemen unabhängig vom Betriebssystem erlaubt beispielsweise die Erstellung von Statistiken über Multimedia-Files oder ähnliche "Kapazitätsfresser" im Unternehmen.

- Die Datensammlung aus Backup-Systemen ermöglicht sowohl die zentrale Überwachung, Abrechnung und Planung von Storage-Management-Werkzeugen als auch die Kontrolle von Sicherungsjobs. Damit lässt sich überprüfen, ob alle kritischen Daten gesichert wurden.

- Gemeinsam mit der Datensammlung aus Datenbanken, Groupware etc. lassen sich sämtliche Speicherinformationen durchgängig managen.

- Anforderungsgerechte Darstellungsoptionen: automatische Reports, Alarmierung.

- Integration und Kooperation mit anderen System-Management-Werkzeugen.

- Zentraler, plattformübergreifender Ansatz (Mainframe, Windows NT/2000, Netware, Unix, Linux).

Abb: Daten machen Arbeit

Auch der Umgang mit der Ressource Information unterliegt einem Prozesszyklus. Quelle: CA