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04.07.1980

Datenauslagerung kann zum Lotteriespiel werden

Präventive Maßnahmen zur Verhinderung von Zerstörung oder Verlust

gespeicherter Daten sind lebensnotwendig, sofern die Speichermedien und die dort gespeicherten Daten für den Benutzer tatsächlich einen "Wert" darstellen. Wenn man diese Erkenntnis als Tatsache zugrunde legt, gelten die nachstehend aufgezeigten Probleme für alle Benutzer von Speichermedien, gleichgültig, in welcher Form, Art oder Vielfalt diese eingesetzt werden.

Um es vorab deutlich zu machen: Unter dem Thema "Datensicherung" ist nicht ein Anhängsel des, aktuellen Reizwortes "Datenschutz" zu verstehen.

Eine Bedrohung der Datenträger ist täglich in vielerlei Art und Weise und in unterschiedlicher Intensität gegeben. Da die Gefahren weder geplant noch vorsortiert und auch nicht rechtzeitig erkannt werden können, ist der sogenannte Schutz "rund um die Uhr" notwendig.

Bedrohungen wie Feuer, Wasser oder Sabotage sind nicht neu. Geändert hat sich jedoch das Speichermedium, des in seiner jetzt benutzten Form höchste Anstrengungen zur Abwehr der Gefahren erforderlich macht. Die Informationskonzentration bei magnetischen Speichermedien nimmt unbestritten ständig zu und der Datenbestand wächst.

Diese auf engstem Raum konzentrierten Datenbestände sind auf Grund der Datendichte und der eingesetzten Materialien wesentlich empfindlicher gegen äußere Einflüsse geworden. Demzufolge müssen Schutzmaßnahmen beispielsweise gegen Wärme, Feuchtigkeit oder Brandgase nicht nur an der Wertigkeit, sondern auch an der Empfindlichkeit der Datenträger gemessen werden.

Daraus ergeben sich zwangsläufig früher veränderte Anforderungskriterien.

Der Einsatz von Dialog-Computern und Datenbank-Systemen wie auch das Medium "Massenspeicher" bringen neben vielen Vorteilen im Hinblick auf die Datensicherung auch neue Probleme. So ist eine bisher beliebte Schutzmaßnahme, nämlich die Aus- oder Doppellagerung von Datenbeständen, durch die neue Art der Datenverarbeitung erschwert.

Die erforderliche permanente Verfügbarkeit möglichst aller Dateien für eine früher unbekannte Vielzahl von Benutzern mit Direktzugriff führt zwangsläufig zu dauernder Veränderung der gespeicherten Daten. Eine ständige Aktualität für den reibungslosen

Ablauf ist ja zwingend notwendig. Dieser für alle Anwender sicher unschätzbare Vorteil einer Dialog- und Datenbankkonzeption macht aber die bisher geübte Praxis der Auslagerung zum Lotteriespiel.

Nur aktualisierte Datenbestände auslagern

Denn, und dies ist sicher unstrittig nur aktualisiert ausgelagerte Datenbestände, die im Ernstfall dann "ersatzweise" für die anderen zerstörten Datenträger im Arbeitsarchiv eingesetzt werden, garantieren ein Weiterarbeiten ohne lange kostspielige Stillstandszeiten und Rekonstruktionen.

Diese Aktualität bei der Auslagerung von Datenträgern und Speicherträgern wirklich zu erfüllen, ist nur mit sehr häufigem Updating zu erreichen. Das Problem ist aber, die Datenmengen dort zu schützen, wo sie für den dauernden Einsatz in aktueller Form benötigt werden. Dies kann kaum der atomsichere Bunker in 150 Kilometer Entfernung sein.

Nun gibt es für die aufgezeigten Grundproblemes der Datensicherung für jeden Anwender heute Lösungskonzepte, die nicht nur praktikabel, sondern auch bezahlbar sind. Allerdings sind die Schutzmaßnahmen keine Einzelmaßnahmen, sondern verstehen sich als ein Sicherungskonzept.

Eine Lösung der aufgezeigten Probleme sollte für jeden Verantwortlichen bei der aufgezeigten Bedrohung eine zwingende Selbstverständlichkeit sein, wenn er sich der Bedeutung seiner Speichermedien wirklich voll bewußt ist.

*Heinz Neuhaus ist Handlungsbevollmächtigter der Otto Lampertz GmbH & Co. KG