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GMD offizielle Prüfstelle für Magnetband-Software:

Datenaustausch bei HW-Mix problematisch

18.01.1985

SANKT AUGUSTIN (CW) - Die Deutsche Gesellschaft für Warenkennzeichnung GmbH (DGWK) in Berlin, eine Tochter des DIN, hat die Gesellschaft für Mathematik und Datenverarbeitung (GMD) als Prüfstelle für Magnetband-Software autorisiert. Die Prüfung oder Validation von Kennsätzen und Dateianordnungen auf Magnetbändern für den Datenaustausch" erfolgt auf der Grundlage von DIN 66 029 und eines Validationsprogramms der GMD.

Hersteller oder Anwender können jetzt ihre Systeme von der GMD prüfen lassen. Die GMD erstellt einen Prüfbericht, der Voraussetzung für die Ausstellung eines Zertifikats durch die DGWK ist. In diesem Zertifikat bescheinigt die DGWK, daß auf dem geprüften System normkonforme Magnetbanddateien erzeugt und verarbeitet werden können. Derart zertifizierte Systeme zeichnen sich dadurch aus, daß sie in normkonformer und damit besonders benutzerfreundlicher Weise den Datenaustausch auf Magnetbändern zwischen Systemen verschiedener Hersteller unterstützen.

Eine von der GMD im Auftrag der Kommission der Europäischen Gemeinschaften erstellte Studie hat gezeigt, daß die meisten Implementationen selten normkonform sind, wodurch der Datenaustausch auf Magnetbändern zwischen Implementationen verschiedener Hersteller erheblich erschwert wird. In der, Vergangenheit standen weder den Herstellern noch den Anwendern geeignete Prüfmittel zur Verfügung.

Falsifizierung als Check

Das von der GMD entwickelte Prüfpaket zur Validation von Implementationen der Norm für den Datenaustausch auf Magnetbändern" besteht aus Cobol- und Fortran-Programmen und aus je einem Satz beschriebener und unbeschriebener Magnetbänder. Die Prüfmethode beruht darauf, zu prüfen , ob eine Implementation Abweichungen von einem erwarteten Ergebnis liefert. Im Gegensatz zur Verifizierung wird hier eine Falsifizierung versucht. Mit geeigneten Schreib- und Leseprogrammen werden Magnetbänder beschrieben und gelesen. Im Vordergrund stehen dabei , die Prüfung normkonformer Aufzeichnung und Verarbeitung von Kennsätzen sowie die Prüfung des Datei- und Blockaufbaus.

Die Prüfmittel erlauben eine wahlweise Prüfung der Kennsatzstufen 1 bis 4. Die Kennsatzstufen sind in der Norm festgelegt. Zwischen Implementationen, welche die Anforderungen der Kennsatzstufe 1 erfüllen, ist ein Datenaustausch mit minimalem Funktionsaufwand möglich. Dieser minimale Funktionsaufwand ermöglicht die normkonforme Verarbeitung einer Datei auf einem oder mehreren Magnetbändern. Die Kennsatzstufe 2 erlaubt zusätzlich noch die Verarbeitung mehrerer Dateien auf demselben Magnetband. Implementationen, die die Anforderungen der Kennsatzstufen 3 und 4 erfüllen, unterstützen darüber hinaus auch die Verarbeitung variabel langer und segmentierter Sätze.