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14.08.1987 - 

Ifo und DIW halten Informations-Management für unterbewertet:

Datenbankdienste kontra Do-it-yourself

BONN/MÜNCHEN (CW) - Die Bedeutung des Informations-Managements für die internationalen Marktchancen des eigenen Unternehmens wird In Deutschland oft unterschätzt. Zu diesem Schluß kommt eine Studie der Wirtschaftsforschungs-lnstitute DIW, Berlin, und Ifo, München: in komprimierter Form sind deren Ergebnisse jetzt in einem vom Presse- und Informationsamt der Bundesregierung herausgegebenen Informationsblatt zusammengestellt.

In deutschen Betrieben herrscht demnach eine "Do-it-yourself-Mentalität" vor, aus der heraus im eigenen Haus Informationen produziert würden, die mit weniger Aufwand über die am Markt angebotenen Online-Datenbanken bezogen werden könnten. Die Arbeitsteilung zwischen Produktion und Dienstleistung sei also hierzulande geringer als beispielsweise in den USA, Schweden oder Großbritannien.

Entsprechend wenig genutzt würden die Datenbankdienste: Völlig oder überwiegend zufrieden mit dem traditionellen externen Informationsangebot seien im verarbeitenden Gewerbe 74 Prozent, im Handel 82 Prozent und in der Kreditwirtschaft 91 Prozent der Befragten. Von dieser Zufriedenheit auf eine ausreichende Informationsversorgung zu schließen, halten DIW und Ifo indes für unzulässig. Vielmehr signalisierten diese Ergebnisse, daß die Bedeutung des Informations-Managements nicht genügend erkannt sei.

Als hinderlich für eine positive Nachfrageentwicklung bezeichnet die Untersuchung das fehlende Wissen über die Möglichkeit von Datenbankrecherchen oder die mangelnde Kenntnis des Angebots. Die Recherchekosten sind nach Ansicht von Michael Reinhard vom Ifo-Institut lediglich ein "vorgeschobenes Argument"; denn je geübter der Anwender im Umgang mit der Datenbank sei, desto geringer werde der Aufwand an Zeit und Geld. Auch das Problem der unkomfortablen Benutzerschnittstellen würde sich nach der Einarbeitungsphase quasi von selbst erledigen.

Unproblematisch ist offensichtlich auch der Zugang: Auf praktisch jede der weltweit fast 3200 Online-Datenbanken könne hierzulande zugegriffen werden - zumeist über das Datex-P-Netz. Allerdings hätten in der Bundesrepublik nur die 250 Datenbanken der 29 einheimischen Anbieter sowie ein paar hundert Dienste von etwa 20 ausländischen "Hosts" wirtschaftliche Bedeutung.

Zu beziehen ist die Zusammenfassung beim Presse- und Informationsamt der Bundesregierung in Bonn; die vollständige Studie kann zum Preis von 65 Mark beim Ifo-Institut München, bestellt werden.