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17.03.1989 - 

Pyramid Technology stößt ins Unix-High-End vor:

Datenbankmaschine entlastet Mainframe

MOUNTAIN VEW (IDG) - Die Pyramid Technology Corp. erweitert ihre Produktpalette um ein neues Flaggschiff. Gleichzeitig nimmt das Unternehmen eine Umorientierung vor: Statt an OEMs und VARs zu liefern, soll künftig der Endkunde stärker berücksichtigt werden.

Die neue Maschine soll schon im Namen das künftige Zielpublikum zum Ausdruck bringen: DV-Abteilungen, englisch Management Information Services (MIS). Entsprechend heißt der Rechner "MIServer". Er setzt architektonisch auf der Serie 9000, einer Familie von Mehrprozessormaschinen mit RISC-Zentraleinheiten auf. Die Targon-Serie von Nixdorf beispielsweise enthält solche Pyramid-Rechner als Zentraleinheiten.

Die Hauptspeicherkapazität wurde gegenüber den bisherigen Modellen auf 256 Megabyte verdoppelt und die Anzahl möglicher Prozessoren auf 12 verdreifacht. Pyramid-Angaben zufolge läuft das Produkt je nach Ausbaustufe 50- bis 140mal schneller als eine VAX 11/780. Da die VAX eine Rechenleistung von 1 MIPS erbringt, repräsentieren diese Zahlen Pyramid-Leistungen in entsprechender Höhe. Jeder seiner 16 Kanäle kommt auf Übertragungsleistungen von 11 MB je Sekunde. Die Maschine unterstützt Massenspeicherkapazitäten bis zu 64 Gigabytes und den gleichzeitigen Betrieb von 1000 Bildschirm-Arbeitsplätzen. Mit diesen Leistungen könnte der MIServer einen vorhandenen IBM-Großrechner weitgehend entlasten, meinten Pyramids Marketing-Fachleute. Gegenüber vergleichbaren VAX-Konfigurationen habe er den Vorteil, unter Unix symmetrischen Multiprozessorbetrieb zu beherrschen.

Das Betriebssystem, Unix V.3, wurde von Pyramid auf Ausfallsicherheit getrimmt und hinsichtlich Redundanz, Wiederanlaufverhalten nach Absturz und Verfügbarkeit optimiert. Die Maschine unterstützt verschiedene relationale Datenbanksysteme wie Oracle, Informix und Sybase.

Nach Darstellung eines Pyramid-Sprechers ist die Maschine eher dazu gedacht, einen Standard-Mainframe zu ergänzen als mit ihm zu konkurrieren. Die Maschinen sollen ab Juni ausgeliefert werden; eine Konfiguration mit vier Zentraleinheiten soll etwa 700 000 Dollar kosten, mit 12 CPUs liegt der Preis bei zwei Millionen Dollar.