Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

02.05.1975

Datendienste der Bundespost:Neue Modems, neue Preise

HANNOVER - Auch die Post bringt Neuerungen: ab 1976 gibt's neue Modems und neue Preise. Wie de Preise aussehen werden, ist noch nicht bekannt - die Bundespost ist erst dabei, sie auszurechnen. Es bestehen sogar Chancen, daß etwas billiger wird: eine "abgemagerte" Version des Modems D 1200 S 02, das nur an HfD anschließbar ist und keinen Hilfskanal besitzt, soll unter der Bezeichnung DAG 1200 M 02 "deutlich billiger" angeboten werden. Derzeit liefert die Post die Bestellungen aus September/Oktober 74 für die Modems D 1200 S 01 aus. Bis Herbst 75 hofft man, auf dem laufenden zu sein. Dann gibt es möglicherweise wieder einen Engpaß: ab Herbst soll nämlich das Nachfolgemodell D 1200 S 02 geliefert werden, die "neue Modem-Generation" von SEG. Es paßt in einen 19-Zoll-Schrank, hat die Anschlüsse an der Rückseite und eine integrierte Einheit für automatische Anrufbeantwortung. Mit diesen automatischen Anrufbeantwortern haperte es bisher wie mit manchem anderen Teil: so müssen verschiedene Steuerberater zum teuren Tag-Tarif Daten übermitteln, weil sie den niedrigen Nacht-Tarif ohne Automaten nicht nutzen können. Mit dem neuen Gerät ist ab Herbst auch synchrone Datenübertragung möglich; ein Taktgeber zum Einschieben wird als Option erhältlich sein.

Schlecht sieht es zur Zeit auch beim D 2400 S aus: Lieferzeit sechs Monate ab Antragstellung. Ab 1976 wird es auch hier ein neues Modell geben, das dann sowohl den internationalen Normen entsprechen und damit Schwierigkeiten beim internationalen Verkehr vermeiden als - so hofft die Post - ohne die hohen Ausfallraten der bisherigen Geräte arbeiten wird. 6-Monats-Frist auch bei D 20 PA, den Außenstationen für Datensammelsysteme, wie sie bei Arzneimittelbestellungen der Apotheken verwendet werden.

Ohne Schwierigkeiten erhältlich ist nur das D 200 S Übertragungen von 200 Bit-Sekunde. "Sechs bis acht Wochen nach Antragstellung steht das Gerät. Da ist die Zeit für die üblicherweise verlangte Herstellung eines besonderen Hauptanschlusses eingerechnet", mein H. Bohnemann vom Fernmeldetechnischen Zentralamt in Darmstadt.

Ebenfalls ab Post-Lager mit einer Installationsfrist von wenigen Wochen gibt es das D 9600 SB 01 für HfD-Anschlüsse im Ortsnetzbereich. das erst Anfang des Jahres eingeführt wurde. Allerdings wird es im nächsten Jahr ebenfalls geändert: dann kommt das DAG 9600 UEB, das nicht nur kleiner ist als sein Vorgänger, sondern auch an Zeitmultiplex-Einrichtungen des künftigen integrierten Daten- und Fernschreibnetzes anschließbar ist.

Eine willkommene Erfahrung machten die Post-Berater auf der Hannover Messe: sie stellten fest, daß viele DFÜ-Interessenten geglaubt hatten, die Post sei noch teuerer als sie ist.

Kuriosum am Rande: ein DFÜ-Interessent erkundigte sich, ob die erforderliche Standleitung von Düsseldorf nach Mainz rechts- oder linksrheinisch verlegt werde.