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EURONET und TRANSPAC:


25.03.1977 - 

Datenfernverarbeitung mit standardisierten Protokollen

Anfang Februar dieses Jahres beschlossen die neun europäischen Postgesellschaften, das von SESA und dem britischen Partner Logica angebotene EURONET, ein öffentliches Netz der Datenfernverarbeitung mit standardisierten Protokollen, als Basis für das erste europäische "Packet switching"-Netz einzuführen.

EURONET basiert auf dem französischen Datenfernverarbeitungsnetz TRANSPAC, das ebenfalls von der SESA entwickelt wurde.

Im Vergleich zu bisherigen Datenfernübertragungsnetzen bietet EURONET im wesentlichen folgende möglichen Dienstleistungen:

1. Gewährleistung der notwendigen Sicherheit und Verfügbarkeit des angebotenen Services für DFÜ-Anwendungen.

2. Ausweitung der Anwendungs-Möglichkeiten, besonders durch das Angebot des Anschlusses von Geräten unterschiedlicher Leistungsfähigkeit und nahezu unbegrenzter Möglichkeiten, die das Vermittlungskonzept bietet.

3. Erleichterung der Kopplung verschiedener Geräte der Datentechnik untereinander.

4. Bessere Ausnutzung der Übertragungswege (ein mit dem beschriebenen Netztyp verbundener Rechner kann über eine physikalische Leitung mit mehreren Terminals verkehren).

5. Zugriff von beliebigen geografischen Punkten ohne tarifliche Diskriminierung.

Übertragungsvorfahren

Das Prinzip des "Packet switching" besteht darin, eine "Message" zwischen zwei angeschlossenen Terminals in Pakete zu zerlegen und diese, nachdem sie vom Terminal zum Vermittlungsknoten übertragen worden sind, den Gegebenheiten des Neztes entsprechend im Netz und zum Empfänger zu übertragen (transparent).

Das "Packet-Switching" wird ermöglicht durch sogenannte virtuelle Verbindungen (zwischen Sender und Empfänger, Übertragungsart voll-duplex). Diese virtuellen Verbindungen schließen ebenfalls die Bereitstellung von Zwischenspeichern im Netz ein.

Protokolle

Die Benutzung von EURONET ist mit X25-Interface und ESP25 Interface möglich.

Mit der Verabschiedung von X25 durch CCITT wurde die Grundlage für eine europäische Standardisierung des Zugriffs zu öffentlichen Paketvermittlungsnetzen geschaffen. Nur mit X25 können die Möglichkeiten des Netzes ausgeschöpft werden.

Das X25-Protokoll besteht aus 3 Ebenen:

- der physikalischen Ebene (z. B. X21)

- der logischen Ebene (Fehlerbehandlungsprozedur)

- der Paket-Ebene (Konventionen für den Austausch von Paketen)

Das ESP25 beschreibt die Anschlußmöglichkeiten von asynchronen Terminals an EURONET.

Die SESA-Logica hat für EURONET die Gesamt-Projektverantwortung übernommen. Im Gegensatz zu allen anderen Netzangeboten für EURONET war das SESA-Konzept von vornherein für eine öffentliche Nutzung bestimmt. Der Anschluß ist jedoch vorerst einem ausgewählten Kreis von Anwendern der Information und Dokumentation vorbehalten.