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20.10.2014 - 

Der CP-Querschläger – Kolumne

Datenkriege in der Cloud

ist seit vielen Jahren ein fester Bestandteil von ChannelPartner. Regelmäßig berichtet unser Autor über das, was einem kleinen Reseller in der großen ITK-Landschaft widerfährt. Manchmal überspitzt, aber immer auf den Punkt gebracht. Der Querschläger lebt und arbeitet als Fachhändler in Rheinland-Pfalz.
Viel zu häufig gibt es neue Meldungen über Spionageskandale. Logisch, dass das Vertrauen in virtuelle Datenspeicher stark erschüttert ist. Denn in der "Wolke" ist alles machbar – außer Sicherheit.

Rechenzentren boomen – zumindest ein Teil davon. Denn während für die großen Cloud-basierten Data Center Wachstumsprognosen bis ins Jahr 2025 gestellt werden, alleine um der zu erwartenden Datenflut bei Industrie 4.0 sowie den aufstrebenden Länder Asiens und Afrikas Herr zu werden, sieht es für die mittleren und kleinen lokalen Rechenzentren in den Betrieben düster aus.

Blaupausen, Patente, Forschung, Geschäftsideen, Rezepturen – wie leicht ist alles mit ein paar Klicks abrufbar?
Blaupausen, Patente, Forschung, Geschäftsideen, Rezepturen – wie leicht ist alles mit ein paar Klicks abrufbar?
Foto: IBM

Diese werden zwangsläufig unter Fremdregie in die Cloud gehen müssen, wenn sie nicht mit großen personellen und materiellen Investitionen ihren Status quo halten wollen. Grundsätzlich entspricht das den Erwartungen und Zielen, welche die großen Betreiber weltweit anstreben. Doch derzeit ist die Datensicherheit ein größeres Problem, als es die Kühlung und Energieversorgung dieser Zentren jemals war.

Das Vertrauen in die virtuellen Datenspeicher ist durch die Erkenntnisse der Abhör- und Betriebsspionageskandale stark erschüttert. Fast täglich gibt es neue Meldungen – und noch mehr Gerüchte – über Backdoor-Vereinbarungen, hinterlegte Generalschlüssel für Kryptografie-Systeme und Weiterleitung von Daten aufgrund gesetzlicher oder auch ungesetzlicher Grundlagen.

Dabei ist die Cloud schon in vielen Bereichen ein Zwang, wie bei Office 365. Aber warum? Das Stichwort lautet: Kosten sparen. Aber um welchen Preis? Wie kann ich Industrie 4.0 forcieren, wenn die Programmabläufe von konkurrierenden Unternehmen oder deren staatlichen Organen manipuliert, kopiert oder gar vollständig zerstört werden können? Ist der Druck, dass IT und deren Management immer billiger werden muss, organisch oder von außen indoktriniert?

Ist es nicht sinnvoller, gerade für eine innovative und kreative Wirtschaft, die Entwicklungsdaten bestmöglich geheim zu halten? Blaupausen, Patente, Forschung, Geschäftsideen, Rezepturen – alles vom Großen Bruder mit ein paar Klicks abrufbar?

Noch sorgen Nacktbilder von Promis für große Aufregung, morgen werden Produktionsbänder stillgelegt oder Fehler in Produkte hineinmanipuliert. Alles ist machbar via Cloud – außer Sicherheit.

Mein Fazit: Leider sind auch virtuelle Data Center "Made in Germany" nur ein kleiner Schritt zu mehr Sicherheit. Eine Art Gartenzaun aus Zündhölzern zum Schutz vor hungrigen Wildschweinrotten.
Bis demnächst, Euer Querschläger!
(Der ChannelPartner-Autor "Querschläger" ist ein Fachhändler aus Rheinland-Pfalz.)

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