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07.03.2003 - 

Weitere Behörden wählen Open-Source-Software

Datenschützer migrieren auf Linux

MÜNCHEN (CW) - Im Rennen um die Gunst der öffentlichen Hand kann die Open-Source-Gemeinde zwei weitere Erfolge verbuchen. Der Bundesbeauftragte für den Datenschutz hat seine Dienststelle auf Linux-Server umgestellt; das bundeseigene Institut für Viehzucht nutzt künftig Linux auf dem Desktop.

"Bei der Erneuerung unserer IT-Infrastruktur standen für uns Verfügbarkeit und Sicherheit an erster Stelle", begründete Johannes Landvogt, IT-Verantwortlicher beim Bundesbeauftragten für den Datenschutz, die Entscheidung für das Open-Source-System.

Tatsächlich handelt es sich bei der Installation der Bonner Behörde um eine Hochverfügbarkeitslösung, bestehend aus zwei Server-Paaren (IBM E-Series) unter der Distribution Suse Linux Enterprise Server 8. Diese stellen alle bisher unter Windows NT offerierten Dienste zur Verfügung, beispielsweise Verzeichnis-, Mail-, File- oder Web-Server.

Ausfallsicherheit

In der Konfiguration steht einem aktiven Server jeweils ein Backup-Rechner zur Seite, der im Fehlerfall dessen Funktionen übernehmen kann. Die Rechner sind über eine doppelt ausgelegte 1-Gbit-Ethernet- und eine serielle Verbindung gekoppelt. Eine in der Linux-Distribution enthaltene Heartbeat-Funktion überwacht permanent die Funktionstüchtigkeit des aktiven Servers und schaltet bei Störungen auf das Backup-System um.

Laut Landvogt nutzt seine Behörde dabei den im Juni 2002 geschlossenen Rahmenvertrag zwischen dem Bundesinnenministerium und IBM Deutschland. Dieser gewährt der öffentlichen Hand günstige Konditionen bei der Beschaffung und Installation von Open-Source-Produkten.

Open Office auf dem Desktop

Sicherheitsaspekte spielten offenbar auch beim Institut für Tierzucht eine Rolle, das schon seit längerem mit Linux-Servern arbeitet. Die zur Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft (FAL) gehörende Einrichtung hat im Rahmen eines Pilotprojekts rund 50 Desktop-Arbeitsplätze von Windows auf Linux und das quelloffene Büropaket Open Office migriert. In den kommenden Monaten würden schrittweise alle 150-Client-Rechner umgestellt, so die Behörde. Ausgeschrieben hatte das Projekt das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik. Unter Leitung des Open-Source-Dienstleisters Gonicus beteiligten sich die Partnerfirmen Credativ, Knopper.net und LT-ec.

Nach Angaben von Gonicus-Berater Holger Burbach erhofft sich das Institut auch Kostenvorteile. Die Thin-Client-Architektur erlaube in Kombination mit der zentralen Softwareverwaltung und -wartung einen kosteneffizienteren IT-Betrieb. (wh)