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04.07.1980

Datenschutz-Kongreß '80 in Düsseldorf:Verhaltenskodex für DV-Spezialisten

04.07.1980

DÜSSELDORF (ee) - Obgleich sich das Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) "im großen und ganzen bewährt habe", so der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister des Innern, Andreas von Schoeler, als Eröffnungsredner beim Datenschutz-Kongreß '80 im Messezentrum in Düsseldorf, sei es politisch dringlich, den verschuldensunabhängigen Schadensersatzanspruch für die betroffenen Bürger und die Unentgeltlichkeit der Auskunft zu regeln. Von Schoeler plädierte auf der von der Münchner CSMI GmbH organisierten Veranstaltung vor mehr als 200 Zuhörern darüber hinaus für ein

Grundrecht auf Datenschutz und sprach sich dafür aus, daß die Berufsverbände einen Verhaltenskodex als verbindliche Leitlinie für die DV-Spezialisten ausarbeiten.

Neben einigen kämpferischen Aussagen des IG-Metall-Vorstandsmitgliedes Karl-Heinz Janzen zum Kündigungsschutz für den betrieblichen Datenschutzbeauftragten und dem Halbzeitbericht des Bundesbeauftragten für den Datenschutz, Professor Dr. Hans Peter Bull (er kritisierte die beobachtende Fahndung der Polizei als ohne gesetzliche Grundlage), ließen vor allem die ersten Ergebnisse der vom Betriebswirtschaftlichen Institut für Organisation und Automation (Bifoa) an der Universität Köln durchgeführte Datenschutzuntersuchung "Audafest" aufhorchen.

Demnach haben 2,6 Prozent aller betrieblichen Datenschutzbeauftragten kein eigenes Budget. Von den 1489 datenverarbeitenden Stellen, die sich an der Audatest-Datenschutzbefragung beteiligten, hatten nur 64 mehr als zehn Auskunftsersuchen. 62,8 Prozent der Anfragen kamen aus den Reihen der eigenen Mitarbeiter.

Für den Datenschutz positive Aussage der Audafest-Untersuchung: Wurde im Rahmen der Belegorganisation oder Abgangskontrolle eine Überprüfung der in der datenverarbeitenden Stelle vorhandenen Datenträger vorgenommen, so konnte in 25 Prozent eine Reduzierung vorhandener Datenträger und zu 70 Prozent gar ein direkterer und einfacherer Datenträgerumlauf erzielt werden. Ohne Ergebnis blieb eine solche Untersuchung, so die Audafest-Befragung, nur in 1,1 Prozent der Fälle.