Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

27.04.1979

Datenschutzdiskussion kommt in Gang:Bern bewilligt ersten Kredit für Polizeicomputer

BERN (sg) - In Bern scheint man für Computer in der öffentlichen Verwaltung sehr viel übrig zu haben. War es kürzlich noch die Einwohnerdatenbank der Stadt Bern, in welche die Bürger freien Einblick erhalten sollen, so ist es jetzt ein Kredit für die Weiterentwicklung und den Betrieb eines Computers für die Polizei, der von sich reden macht.

Bern ist damit der erste Kanton der Schweiz, der bereit ist, einen Beitrag zur Einrichtung eines "gesamtschweizerischen Polizeicomputers" zu leisten. Damit verbindet sich die Zusage, in den Jahren von 1980 bis 1990 nochmals jährliche Raten von 636 000 Franken an Entwicklungskosten beizusteuern.

Das Polizei-Informations-System soll in seiner Endausbaustufe einmal, wie Polizeidirektor Robert Bauder es nennt, "die Zettelkästen der Fahndungspolizei" über die Kantonsgrenze hinaus in einer rund um die Uhr verfügbaren Datenbank sammeln und verwalten.

Da es in der Schweiz bislang noch keine gesetzliche Regelung in Sachen Datenschutz gibt, bietet ein im Aufbau befindliches Informations-System ausreichend Anlaß zu Diskussionen unter den politischen Parteien. Der Polizeidirektor meint dazu, daß die abzufragenden Informationen nur den Gerichts- und Polizeiorganen zur Verfügung gestellt würden, und daß diese ja ohnehin unter Amtsgeheimnis stünden.