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DV-Unternehmen polieren VDMA-Büro-Informationstechnik Halbjahres-Bilanz auf:

Datentechnik hält Branchen-Banner hoch

16.10.1981

BADEN-BADEN (nw) - Informationstechnik herstellende Unternehmen halten das Banner der deutschen Büromaschinen- und Datenverarbeitungsindustrie unvermindert hoch: So stieg die Produktion der Branche im ersten Halbjahr 1981 um acht Prozent. Dieses erfreuliche Ergebnis kam - VDMA zufolge - indes nur zustande, weil die DV-Unternehmen das weitere Produktions-Minus der Büromaschinenproduktion in Höhe von drei Prozent kaschieren konnten.

DV-Geräte-Hersteller können sich freuen. Mit 12,5 Prozent Produktionszuwachs liegen sie nach wie vor an der Sonnenseite der bundesdeutschen Konjunktur. Stabilster Faktor für das Wachstum der Branche insgesamt war, so stellt Hermann G. Holzapfel, neuer Vorstandsvorsitzender der Fachgemeinschaft Büro- und Informationstechnik im Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA)), Frankfurt, fest, weiterhin die gute Exportkonjunktur. Die Ausfuhren erreichten mit 3,3 Milliarden Mark ein um 15 Prozent höheres Ergebnis als in den ersten sechs Monaten des Vorjahres.

Gleichzeitig erhöhten sich allerdings auch die Importe in die Bundesrepublik um 22 Prozent auf 3,7 Milliarden Mark. Insgesamt wuchs die Inlandsmarktversorgung im Berichtszeitraum um rund zehn Prozent auf 4,8 Milliarden Mark.

Erfreulich stellt sich Holzapfel zufolge auch die Beschäftigungssituation dar. Mit mehr als 84 000 Beschäftigten seien heute zwei Prozent mehr in dieser Branche tätig als noch ein Jahr zuvor. Zähle man nun zu diesem Personenkreis die Mitarbeiter der Software- und Serviceunternehmen und die bei den Anwendern in DV-Berufen Beschäftigten hinzu, so könnte die Zahl der mit EDV arbeitenden Menschen eine halbe Million ergeben, Dabei übersteigt immer noch, so bedauert Holzapfel, das Angebot an DV-Stellen die Nachfrage nach ihnen. In speziellen Berufen, wie beispielsweise im Softwarebereich sei ein Ende des Fachkräftedefizits nicht absehbar.

Bei den Büromaschinen-Herstellern indes sieht Holzapfel die Lage weniger rosig: Kürzer werdende Innovationszyklen sowie die rapide fortschreitende Umstellung von der Mechanik auf Elektronik haben, so kommentiert der Verband, bei den betroffenen Unternehmen Strukturveränderungen und Anpassungsprozesse unumgänglich gemacht. Protektionistische Maßnahmen, um beispielsweise die Japaner auf dem Inlandsmarkt zu bremsen, hält Holzapfel jedoch für eine Branche, die selbst eine Exportquote von 70 Prozent habe, für falsch. Die Japaner konnten zwar im ersten Halbjahr ihre Exporte in die Bundesrepublik um mehr als 44 Prozent steigern. Insgesamt jedoch nähmen sie erst einen Anteil von sieben Prozent an den Gesamteinfuhren ein. Dabei sei es den Japanern aber auch gelungen, bei einzelnen Produkten, wie zum Beispiel bei kleinen elektrischen Schreibmaschinen, ihren Anteil an den Importen auf 90 Prozent ausdehnen. Gering sind noch, so Holzapfel, die japanischen Importanteile im Bereich der Datenverarbeitung. In Drittländern stellten sie aber bereits jetzt eine "harte" Konkurrenz dar.