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05.08.1983 - 

Swissdata '83 soll ein voller Messeerfolg werden:

Datenverarbeitung im Schaufenster Schweiz

BASEL (sg) - Mit großen Erwartungen blicken die Schweizer Anbieter und Anwender auf die Swissdata '83, die vom 6. bis 10. September 1983 in den Hallen der Schweizer Mustermesse Basel zum zweiten Mal stattfindet. Sie versteht sich als Fachmesse für Datenverarbeitung in Technik und Forschung. Die Devise lautet: Kein "Computer-Allerlei", sondern ein klares Bild der hard- und softwaretechnischen Entwicklung. Die Swissdata will ein Gegengewicht zur Ineltec bilden, deren Schwerpunkte Elektronik sowie Elektro- und Installationstechnik sind.

Die ausstellenden Unternehmen kommen bis auf wenige Ausnahmen aus der Schweiz und präsentieren eine breite Palette von Hard- und Software sowie Dienstleistung und Schulung. Die Gebiete Technik und Forschung stehen dabei im Vordergrund, aber auch

die kommerzielle EDV soll nicht zu kurz kommen. Um den Erwartungen der Besucher auch von den Räumlichkeiten her zu entsprechen, wurde die Nettostandfläche auf 3700 Quadratmeter erweitert. Das entspricht einer Vergrößerung um 60 Prozent gegenüber der letzten Swissdata vor zwei Jahren.

Softwarezentrum im Mittelpunkt

Besonderes Interesse dürfte das "Software-Zentrum Schweiz" finden, das erstmalig auf einer eidgenössischen Fachmesse vertreten ist. An diesem Experiment werden sich rund 50 Schweizer Software- und Systemhäuser beteiligen. Dabei sollen auch kleine Unternehmen die Möglichkeit zu einer kostengünstigen Messebeteiligung erhalten.

Für diese Aussteller dürfte die Swissdata ein wichtiger Treffpunkt werden, um potentielle Kunden kennenzulernen. Gerade hier, wo die Mehrzahl der Aussteller kleinere und mittlere Unternehmen repräsentieren, finden sie auf begrenztem Raum Gelegenheit, eine große Zahl von Besuchern zu treffen.

Einem allgemeinen Trend folgend wird die Swissdata '83 als Neuheit eine Sonderschau unter dem Motto "Kleincomputer - Mein Computer" beinhalten. Ihr Ziel ist es, die vielseitige Welt des Kleincomputers einem breiten Publikum nahezubringen. Dem Anwender sollen Funktionsweise sowie Zusammenhänge des Klein- und Mikrocomputers in seinem Umfeld und seinen Einsatzgebieten vorgestellt werden. Davon dürften sich allerdings weniger die Lobbyisten als vielmehr die Profis angesprochen fühlen.

Unterstützt durch den Einsatz moderner Kommunikationsmittel wird ein verständlicher und zugleich fundierter Überblick über die Bereiche Hardware, Peripherie, Entwicklung, Bauteile, Software, Schulung und Ausbildung sowie die verschiedenen Einsatzbereiche und Anwendungen angestrebt. Lehrer, Lehrlinge und Studenten der Fach-, Gewerbe- und Berufsschulen sollen ebenfalls über diese Möglichkeiten informiert werden. Das Forum will auf diese Weise höheren Schulen und Instituten Anregungen und Ideen über Berufsbilder und Einstiegsmoglichkeiten in die Datenverarbeitung vermitteln.

Selbst wenn diese "Neuheiten" nicht alle den erwarteten Erfolg zeigen, scheint es schon jetzt sicher zu sein, daß der Schweizer Mustermesse mit der Swissdata Erfolg ins Haus stehen wird.

Dies ist um so wichtiger, da das konjunkturelle Klima derzeit eher unfreundlich ist. Ferner ist bei Ausstellern und Besuchern durch das teilweise verwirrende Angebot derartiger Veranstaltungen eine gewisse Messemüdigkeit festzustellen.

Eine Messe kann auf Dauer nur dann Erfolg haben, wenn sie den Wünschen und Vorstellungen des Zielpublikums und den Erwartungen der Aussteller optimal entspricht. Deshalb wird in diesem Jahr zum ersten Mal zusätzlich zu der bereits bewährten Ausstellerumfrage eine breit angelegte Besucherbefragung durchgeführt.

Die breitgefächerte Entwicklung der Informationstechnologie und ihre vielseitigen Anwendungen, die starke Verbreitung und Entwicklung der individuellen Arbeitsplatzcomputer und neuerlich des CAD/CAM-Bereiches hat ebenso wie das rasche Vordringen

der "Personal Computer" in den Schweizer Markt dazu geführt, daß bei den Benutzern ein stark gesteigertes Bedürfnis nach Gesamtlösungen im technischen Bereich vorhanden ist. In diesem Zusammenhang dürften sich als eigentlicher Renner im Angebot der Swissdata '83 erneut Produkte und Systeme für computergestütztes Zeichnen, Konstruieren und Fertigen (CAD/CAM) erweisen.

Während sich in den letzten 50 Jahren die Produktivität in der Fertigung vervielfacht hat, ist der Arbeitsstil der Konstrukteure bis jetzt weitgehend unverändert geblieben. Im Laufe der Zeit mußten allerdings die Ingenieurabteilungen auch zusätzliche Funktionen übernehmen, um die Produktionsfortschritte in der Fertigung zu ermöglichen.

In den letzten Jahren hat sich der Einsatz grafischer Techniken auf dem Gebiet der rechnergestützten Fertigung verstärkt. Daraus resultiert eine der interessantesten Entwicklungen auf dem Gebiet der grafischen Datenverarbeitung, die des intelligenten Arbeitsplatzes auf der Grundlage des Mikrocomputers. Die grafische Datenverarbeitung bietet heute eine große Auswahl an Geräten und Verfahren, die den Ingenieuren in Entwicklung, Konstruktion und Arbeitsvorbereitung gänzlich neue Möglichkeiten eröffnet. Computer Aided Design und Computer Aided Manufacturing sind mittlerweile zu wirkungsvollen Rationalisierungs- und Automatisierungsmaßnahmen geworden. Sie zielen darauf hin, die Herstellungskosten zu senken und die Produktqualität in allen Industriebereichen zu erhöhen.

Bei entsprechenden Voraussetzungen wie Serienfertigung oder hoher Anteil von Wiederholteilen sind erfahrungsgemäß auch kleinere bis mittlere Betriebe in der Lage, mittels CAD/CAM rationeller zu konstruieren und zu produzieren. So erhält jeder Betrieb die Chance, sich auch in wirtschaftlich schwierigen Perioden seine Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten.