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Tipps zur Datenrettung


12.10.2001 - 

Datenverlust oft nicht endgültig

MÜNCHEN (CW) - Selbst wenn es in der Firma gebrannt hat oder der Laptop ins Wasser gefallen ist, besteht noch Hoffnung für die beschädigten Datenträger. Tipps für die Wiederherstellung geben Spezialisten wie die Vogon GmbH in München.

Die besten Karten hat, wer von vornherein mit dem Schlimmsten rechnet und Gegenmaßnahmen ergreift. Am Anfang steht die Einführung einer regelmäßigen und zuverlässigen Methode zur Datensicherung - inklusive Überprüfung ihrer Funktionstüchtigkeit und ob sie die richtigen Daten aufzeichnet. Weil Vorsicht die Mutter der Porzellankiste ist, kann es sinnvoll sein, das Backup auf einen zweiten Satz Bänder zu kopieren. Versagt einer davon, ist der andere verfügbar. Eine der Kopien sollten die Verantwortlichen außerhalb des Geländes deponieren.

Ein Vergleich des aktuellen Backups mit den vorherigen Sicherheitskopien hilft, ungewöhnliche Abläufe im System zu erkennen. Dauert ein Speichervorgang sehr lange, kann das ein Hinweis darauf sein, dass ein Laufwerk anfängt zu versagen. Normalerweise geschieht das beim Hoch- oder Herunterfahren. Daher ist es von Vorteil, wenn die Systeme immer unter gleich bleibenden Bedingungen laufen.

Es gibt auch bestimmte Zeitpunkte, zu denen man unbedingt ein Backup außer der Reihe erstellen sollte - zum Beispiel vor jedem Einspielen neuer Software. Last, but not least müssen Firmen mit wertvollen Datenbeständen technologisch am Ball bleiben. Backup-Bänder, die nur noch von einem Laufwerk gelesen werden können, das nicht mehr hergestellt wird, gefährden die Daten: Sie werden unzugänglich, wenn die veraltete Ausrüstung ausfällt.

Doch die beste Vorsorge kann nicht verhindern, dass ab und zu der Ernstfall eintritt und Daten verloren gehen. Colin Smith, Technical Marketing Manager bei Vogon International in Großbritannien, rät von Panikhandlungen ab. Oft sei es möglich, die Informationen ganz oder teilweise zu retten. Hektische eigene Rettungsversuche verschlimmerten die Situation jedoch mehr, als sie nützen. So könnte beispielsweise der Neustart einer Festplatte dazu führen, dass Daten durch temporäre Dateien überschrieben werden, die das System in scheinbar ungenutzten Zwischenräumen anlegt. Zudem müssen defekte Festplatten seinen Angaben zufolge immer in einem Reinraum mit speziellen Werkzeugen und Methoden geöffnet werden. Selbst das Lösen der Gehäuseschrauben könne einen bereits beschädigten Datenspeicher zerstören. Auch vor automatischen Tools wird gewarnt. Daher empfiehlt der Experte - nicht ganz uneigennützig -, lieber professionelle Hilfe zu holen.

Die Ingenieure gehen bei der Datenrettung folgendermaßen vor: Zunächst stellen sie eine Diagnose und zeigen Handlungsmöglichkeiten auf, danach versuchen sie, die Daten wiederherzustellen. Dazu erzeugen Spezialisten ein Abbild der auf dem Medium verbliebenen Daten. Die Rückgewinnung und weitere Bearbeitung der Daten erfolgt von der so erstellten "sicheren Arbeitskopie", damit die Ingenieure jederzeit zum ursprünglichen System oder Speichermedium zurückkehren können. Für den Wiederaufbau der Daten verwenden sie Spezialsoftware zur Datengewinnung. Die entnommenen Dateien werden, wo möglich, in eine Verzeichnisstruktur kopiert, die mit der auf dem ursprünglichen Medium identisch ist.