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19.07.1985 - 

Unter den 10 größten Computerservice-Unternehmen in Europa:

Datev mit bestem Ergebnis seit 19 Jahren

NÜRNBERG (CW) - Das "beste Geschäftsergebnis in der 19 jährigen Firmengeschichte" weist die Nürnberger Datev für das Geschäftsjahr 1984 aus. Die Organisation für die steuerberatenden Berufe zählt mittlerweile zu den zehn größten Computerservice-Unternehmen Im europäischen Raum.

Die insgesamt günstige Umsetz- und Kostenentwicklung bilde nach den Worten von Heinz Sebiger, Vorstandsvorsitzender der Datev, ebenso wie die ausgeglichene Vermögens- und Finanzlage eine gute Basis für die hohe wirtschaftliche Ertragskraft des Nürnberger Rechenzentrums. Die Datev erzielte eine knapp dreizehnprozentige reale Umsatzsteigerung auf 311,7 Millionen Mark. Das genossenschaftliche Unternehmen das ausschließlich für seine Mitglieder tätig ist, will sich nach Angaben Sebigers zur "Kernzelle eines bundesweiten Informationsverbundes für Steuerberater und deren Mandanten" entwickeln.

Im vergangenen Geschäftsjahr betrug der Betriebsaufwand insgesamt 261 Millionen Mark, was 83,8 Prozent des Umsatz ausmacht, wobei der Aufwandszuwachs von neun Prozent gegenüber dem Vorjahr wiederum unter dem Umsatzzuwachs liegt. Um der gestiegenen Nachfrage ihrer Mitglieder Rechnung tragen zu können und Kapazitäten für Forschungs- und Entwicklungsaufgaben sichern zu können, stellte die Datev 1984 knapp 100 Mitarbeiter ein; damit belief sich die Zahl der Beschäftigten Ende Dezember auf 1882.

In ähnlichem Umfang sind für das laufende Jahr Neueinstellungen vorgesehen. Für erforderliche Investitionen hat die Genossenschaft 1984 ferner mehr als 38 Millionen Mark aufgewandt, was einer Steigerung von mehr als 60 Prozent zum Vorjahresvergleich entspricht. Eine verbesserte Relation von Betriebsaufwand und Umsatz führte letztlich zu einer Steigerung des Betriebsergebnisses auf über 50 Millionen Mark.

Der Reingewinn des vergangenen Jahres wurde auf über 13 Millionen Mark beziffert, was einer 86prozentigen Steigerung entspricht. Das Investitionsbudget für 1985 umfaßt nach Sebigers Worten 60 Millionen Mark, womit insbesondere eine Zukunftsvorsorge hinsichtlich der Abdeckung steigender DV-Unterhaltskosten und für Neuinvestitionen getroffen werden soll; gerade bei letzterem Beispiel sei die Nutzungsdauer - bedingt durch den technischen Fortschritt - immer kürzer. Als genossenschaftliche Rückvergütung werden an die Mitglieder sechs Prozent des Umsatzes von 18,6 Millionen Mark ausgeschüttet. Der Eigenkapitalanteil liegt bei 49 Prozent des Bilanzvermögens.

Das Umsatzziel der Organisation liegt nach Angabe ihres Vorstandsvorsitzenden für 1985 bei etwa 350 Millionen Mark, wobei diese Planzahlen "durch die Erlöse des ersten

Halbjahres in Höhe von rund 178 Millionen Mark bestätigt werden". Bereits 6000 Mikrocomputer seien nach Sebigers Angaben knapp ein Jahr nach ihrer Markteinführung in den Datev-Informationsbund DVS integriert worden. Bis zum Jahresende wollen sowohl Olivetti als auch Triumph-Adler (TA) insgesamt rund 10 000 Einheiten an die Datev-Mitglieder verkauft haben, wobei Olivetti-Rechner mit einem Anteil von etwa 90 Prozent die dominierende Rolle übernehmen. Die TA-Systeme sollen erst dieser Tage zum Einsatz für den DVS-Verbund freigegeben werden.

Neben dem DVS-Verbundsystem will man sich in Nürnberg auch der DFÜ widmen, den Ausbau des Datennetzes fordern und insbesondere das Augenmerk auf Datenschutz und -sicherung innerhalb des Rechenzentrums richten. Was die Erlöse aus Softwareverkäufen anbelangt, wurden jedoch aus Konkurrenzgründen, so Sebiger, keine Angaben gemacht.

In den Kanzleien der Steuerberater plant die Datev die Erschließung weiterer Anwendungsfelder für den DV-Einsatz. Dabei werden als Schwerpunkte die Bereiche der allgemeinen Kanzleiverwaltung sowie die Beratungsarbeit im Einsatz entscheidungsunterstützender Anwendungsprogramme angesehen.