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29.06.1979 - 

Neues Verwaltungsgebäude für 400 Mitarbeiter:

Datev profitiert vom Trend zum RZ-Service

NÜRNBERG - Wieder einmal präsentierte sich die Nürnberger Datev e. G. als erfolgssicheres RZ-Service-Unternehmen. Bei ihrer diesjährigen Bilanz-Pressekonferenz konnte Karl-Heinz Mittelsteiner, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Datev, auf "normale". Zuwachsraten beim Umsatz (plus 17 Prozent) und beim Mitgliederstand (zwölf Prozent) verweisen. Einzig das Anlagevermögen mit über einem Drittel Wachstum sowie der Rückgang des Reingewinns fallen ins Auge. Anlagevermögen ist auch der 20-Millionen-Betriebskomplex "Datev II" (Foto), für den in der 1978er Bilanz 10,5 Millionen Mark aktiviert worden sind.

Mit 112,4 Millionen Mark lag der Datev-Umsatz 1978 um 16,4 Millionen Mark oder 17,1 Prozent über der Vorjahresmarke. Diese Steigerung geht allein auf das Konto vermehrter Dienstleistungen - die Datev-Preise sind seit Jahren konstant. Ende 1978 gab es insgesamt 14 735 Datev-Genossen, 12,1 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, und im Februar '79 wurde bereits das 15 000. Mitglied registriert.

Die wichtigsten Umsatzträger der Datev sind die Buchhaltungsprogramme, vor allem das Finanzbuchhaltungsprogramm mit an die 70 Prozent Umsatzanteil. Stark im Kommen ist das Lohnprogramm, das nun schon seit Jahren Zuwachsraten von durchschnittlich 40 Prozent aufweist.

Um satte 24,7 Prozent stiegen die Betriebskosten - und deren Hauptbestandteil, die Personalkosten, gar um 30,1 Prozent. Da auch die genossenschaftliche Rückvergütung mit fünf Prozent vom Umsatz konstant blieb und eine Investitions- und Finanzierungsleistung von 24,6 Millionen Mark zu verkraften war, kann der Rückgang des 1978er Reingewinns um 6,2 Prozent auf 2,76 Millionen Mark kaum verwundern.

Für 1979 erwartet die Datev einen Gesamtumsatz von 130 Millionen Mark; im Mai waren bereits 58 Millionen erreicht. "Bisher hat die reale Entwicklung noch immer das übertroffen, was wir zu Beginn eines Geschäftsjahres als voraussichtliche Entwicklung ansahen", erklärte Mittelsteiner selbstbewußt.

Vorstandsmitglied Alfred Gruner steuerte ebenfalls rosige Zukunftsperspektiven bei:

- 90 Prozent der sich selbständig machenden Steuerberater werden Datev-Genossen.

- Verstärkter Kundenzulauf bei den Steuerberatern ist nicht auszuschließen: deutsche Bauern.

- Dank der Zugriffsmöglichkeit auf die Datev-Großrechner ist die EDV ein Garant für die wachsende Unentbehrlichkeit des Steuerberaterstandes.

Zu den Vorhaben der Jahre 197S9 und 1980 gehört der Ausbau des Datenfernübertragungsnetzes der Datev. Den steigenden Datenvolumina will man dadurch begegnen, daß in den Kopfstellen des bestehenden Netzes Multiplexer gegen Konzentratoren ausgetauscht werden. Diese damit intelligent und programmierbar gewordenen Netzknoten sollen der Fehlerüberwachung und Überbrückung von Leitungsausfällen dienen.

Schon jetzt sind 3530-Online-Terminals von Datev-Anwendern an das Nürnberger Rechenzentrum angeschlossen. Sie verteilen sich auf folgende Hersteller:

Olivetti 1708 Terminals

Triumph-Adler 1492 Terminals

Kienzle 175 Terminals

LogAbax 93 Terminals

Teleprint 58 Terminals

sowie einige Einheiten der Hersteller ICL, Nixdorf und Walther.

Nach Auffassung der Datev dürfte von den insgesamt rund 20 000 Datenerfassungs-Terminals, die in zwei bis drei Jahren bei den Anwendern stehen werden, etwa die Hälfte DFÜ-fähig sein. Ob die Kontakte, die man 1978 mit Fujitsu in Japan aufnahm, Folgen zeitigen werden, war nicht zu erfahren.