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10.05.1991 - 

Unterstützung von Festverbindungen und ISDN

Datus integriert verschiedene Multiplex-Verfahren in WANs

AACHEN (pi) - Mit dem ersten durchgängigen WAN-Konzept mit integrierter statistischer und Zeit-Multiplexer-Funktion kann jetzt die Datus elektronische Informationssysteme GmbH aus Aachen aufwarten.

Das neue GNA-System (GNA: Global Network Architecture) arbeitet im TDM-Bereich als transparenter B-Kanal-Switch, während im Statmux-Bereich beliebige Schnittstellenfunktionen unterstützt werden. Als Hybridarchitektur kombiniert die neue Lösung die Geschwindigkeitsvorteile des Zeit-Multiplex-Verfahrens mit der Wirtschaftlichkeit und Flexibilität von statistischen Multiplexern. Innerhalb des GNA-Netzes spielt laut Datus aufgrund der extrem kurzen Durchlaufzeiten die Anzahl der Transitknoten keine Rolle mehr Gleichzeitig könnten, einzelnen Nutzkanäle mit je 64 Kbit/s durch beliebige Übertragungsprotokolle (zum Beispiel X.25, asynchron, SDLC, MSV, DDCMP, TCP/IP und LLC2) belegt werden.

Darüber hinaus ließen sich laut Anbieter die einzelnen Nutzkanäle noch einmal dynamisch auf die Multiplexer-Anschlüsse verteilen, so daß die Gesamtbandbreite einer E1-Verbindung den Anwendungen belastungsfrei zugeordnet werden kann. Jedem Endgerät stehe damit jeweils eine Geschwindigkeits-angepaßte Bandbreite (zum Beispiel langsamer Dialog, schnelle LAN-LAN-Koppelung, transparente Hochgeschwindigkeits-Rechner-Rechner-Kommunikation) zur Verfügung. Die vorhandenen Leitungskapazitäten würden trotz schneller TDM-Verbindung ausschließlich mit den temporären Daten

belegt.

Das GNA-System unterstützt dem Hersteller zufolge Übertragungsleitungen mit bis zu 2048 Mbit/s als Festverbindung, als ISDN-Primärmultiplex-Anschluß oder als S2M-Schnittstelle zu ISDN-Nebenstellenanlagen. Da die Verbindungsverwaltung über die D-Kanal-Signalisierung erfolgt, kann das System auch als Vermittlungsknoten für S2M- und SO-Leitungen eingesetzt werden.

Die Anbindung der Anwendersysteme wird entweder direkt über ISDN-Primärmultiplex- beziehungsweise Basisanschlüsse oder indirekt über das Datus-ILN- und das DPV-System realisiert. Damit entsteht funktional und mechanisch-konstruktiv ein Hybrid-System, das dann zum Beispiel ein privates X.25-Netz mit ISDN als Fest- oder Wählverbindung im Backbone-Betrieb bietet.

Die Netzknoten lassen sich Anbieterangaben zufolge beliebig untereinander vermaschen und vollständig in das zentrale Netz-Management-System Datus XNM einbinden.