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23.02.1990 - 

Auch kommerzielle Anwender setzen auf Unix

DB-Anbieter Informix glänzt mit Umsatzzahlen

FRANKFURT (CW) - Die Belegschaft halbiert und den Umsatz verdoppelt hat die deutsche Informix Software GmbH mit Sitz in München. Das Unternehmen verdankt seine positive Bilanz in erster Linie der öffentlichen Hand: Hierzulande zählen Bundesbahn und Post zu den Großkunden, in den Vereinigten Staaten sind es die Navy und die Air Force.

In der Bundesrepublik, dem nach Großbritannien zweitgrößten europäischen Markt für Informix Produkte, wuchs der Umsatz von zehn auf mehr als 20 Millionen Mark. Auch die Ertragslage, so der deutsche Geschäftsführer Frank Sempert, hat sich verbessert - exakte Angaben blieb der Münchner allerdings schuldig. Ursache für den Boom ist nach Einschätzung des deutschen Informix-Chefs unter anderem die gestraffte Vertriebsstruktur. Das Unternehmen hat den Verkauf weitgehend an OEM-Partner und Distributoren abgegeben.

Neben betriebsinternen Entscheidungen begünstige aber auch ein weltweiter Trend am Unix-Markt die positive Entwicklung des Unternehmens: der zunehmende kommerzielle Einsatz von Unix-Systemen. "Der überwiegende Teil unserer Datenbanken wird kommerziell genutzt", betont Sempert.

Kunde Nummer eins ist derzeit noch die "Öffentliche Hand" - dabei kommt der deutschen Informix GmbH die enge Zusammenarbeit mit Siemens zugute. Verträge mit potenten Anwendern wie Sheraton, McDonalds oder AT&T zeigen aber, daß auch in der

Wirtschaft ein reges Interesse für die kommerzielle Nutzung von Unix-Systemen besteht.

Weltweit konnte Informix seinen Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um rund 40 Prozent von 103 auf 145 Millionen US Dollar steigern. Der Nettogewinn nach Steuern wurde von 1,5 auf etwa 6,8 Millionen hochgeschraubt. Die schlechten Ergebnisse von 1988 erklärte Sempert mit der Akquisition der Innovative Software Corp., die im dritten Quartal 1988 zu Verlusten von mehr als 2,5 Millionen Dollar geführt habe. Einer Vorjahresdividende von 12 Cent pro Ein-Dollar-Aktie steht 1989 eine Dividende von 51 Cent gegenüber.