Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.


20.08.1982

DB DC DD

In thematisch zusammenhängenden Beiträgen beschäftigt sich Michael Bauer mit Fragen des Ob und Wie einer Datenbank-Implementierung, der Auswahl eines geeigneten TP-Monitors und der Ausbildungserfordernisse je nach Benutzerebene. Außerdem stehen Themen wie Data Dictionary, Dritte Normalform, neue Hochsprachen und Datensicherheit im Mittelpunkt seiner Erörterungen.

*Michael Bauer, Leiter des Bereichs DV-Beratung bei der GES-Gesellschaft für elektronische Systemforschung mbH in Allensbach, ist seit vielen Jahren mit der Anwendungspraxis von Datenbank- und Online-Systemen vertraut. Er ist Autor zahlreicher Fachbeiträge zur DB/DC-Thematik.

Kapitel 1, Teil 4:

Muß es denn gleich eine Datenbank sein

4. Ad-hoc-Informationen

Für die Bereitstellung kurzfristiger Informationen ist die Entwicklung eines Programms viel zu langwierig und zu teuer. Der Einsatz interaktiver Datenbanksprachen durch die Programmierer oder gar die Endbenutzer selbst setzt jedoch eine leistungsfähige Datenbank voraus (siehe vorangegangener Punkt).

Diesen Aspekt sollten wir nicht unterschätzen, denn er gewinnt zunehmend an Bedeutung! Gerade bei steigendem Wettbewerbsdruck können derartige Anforderungen durch die Fachabteilungen oder das Management recht schnell gestellt werden.

5.Produktivitätssteigernde Werkzeuge

In den letzten Jahren wurden aus Basis von Datenbanksystemen mächtige Programmiersprachen beziehungsweise Programmgeneratoren entwickelt. Dazu gehören zum Beispiel ADF für IMS, Natural für Adabas, Mantis für Total, ADS für IDMS. Diese Werkzeuge - im Englischen häufig als "forth generation languages" bezeichnet - können den Entwicklungsaufwand für neue, speziell für interaktive Anwendungen erheblich verkürzen.

6.TP-Monitor ohne Recovery

Wenn der eingesetzte TP-Monitor keine zentrale Dateiverwaltung einschließlich Wiederanlauf- und Wiederherstellverfahren für konventionelle Dateien besitzt, sollte man die Sicherung der Daten einem DBMS anvertrauen (aber Achtung: Auch unter den Datenbanken gibt es Krücken!).

Das Selberschreiben einer Datensicherungsfunktion ist nicht zu empfehlen.

7. Multi-User-Betrieb

Konventionelle Dateien können nur von einem Prozeß zu einem Zeitpunkt bearbeitet werden. Zwar gibt es auch die Möglichkeit der "shared files", doch wenn mehrere Prozesse Updates durchführen, ist die Datensicherheit hochgradig gefährdet.

Sollten also mehrere Batch-Anwendungen oder Batch- und Online-Anwendungen den gleichen Datenbestand bearbeiten müssen, so ist ein DBMS zur zentralen Koordinierung der Zugriffe vonnöten. Aber auch hier gibt es bei manchen DBMS Probleme.

8.Datenbank-Dynamisierung

Ist eine hohe Anpassungsfähigkeit der Datenorganisation an sich ändernde oder unplanbare Anforderungen erforderlich, bietet ein DBMS gegenüber konventionellen Dateien Vorteile. Dazu können zum Beispiel gehören. Ergänzung neuer Datenfelder, neue Satzarten, neue Verknüpfungen zwischen Satzarten, geänderte Speicherungsform, zusätzliche Suchkriterien, erweitertes Datenvolumen etc.

Viele DB-Produkte bieten hierfür Dienstprogramme, einen Teil der notwendigen Arbeiten automatisieren. Aber viel wichtiger noch ist eine Datenunabhängigkeit der Programme, das heißt, Änderungen der Datenbasis führen nicht zu Anpassungen unbeteiligter Programme.

In dieser Beziehung existieren allerdings auch erhebliche Unterschiede zwischen den einzelnen Datenbanksystemen, auf die ich in einem späteren Beitrag nochmals eingehen werde.

Fazit:

Bei sorgfältiger Organisation kann man mit konventionellen Dateien noch eine ganze Zeit gut auskommen. Es gibt aber auch einige gewichtige Gründe für Datenbanken. Wenn einer oder mehrere zutreffen, sollte man rechtzeitig den Wechsel auf ein Datenbanksystem vornehmen. Doch sollte man die angebotenen DBMS sorgfältig untersuchen.

Wird fortgesetzt