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15.10.1982

DB DC DD

In thematisch zusammenhängenden Beiträgen beschäftigt sich Michael Bauer mit Fragen des Ob und Wie einer Datenbank-Implementierung, der Auswahl eines geeigneten TP-Monitors und der Ausbildungserfordernisse je nach Benutzerebene. Außerdem stehen Themen wie Data Dictionary, Dritte Normalform, neue Hochsprachen und Datensicherheit im Mittelpunkt seiner Erörterungen.

Michael Bauer , Leiter des Bereiche DV-Beratung bei der GES-Gesellschaft für elektronische Systemforschung mbH in Allensbach, ist seit vielen Jahren mit der Anwendungspraxis von Datenbank- und Online-Systemen vertraut. Er ist Autor zahlreicher Fachbeiträge zur DB/DC-Thematik.

Kapitel III, Teil 3

Die Auswahl eines TP-Monitors

Wenn ein Anwender die Dialogverarbeitung systematisch ausgebaut hat, kommt er schnell auf einen Bestand von über 100 Online-Programmen. Nehmen wir an, dies entspräche 1500 KB Gesamtgröße. Dies hat zur Folge:

a) Unter einem TP-Monitor, der sowohl residente als auch dynamisch überlagerbare Programme verwalten kann, wird ein Speicherplatz von zirka 600 KB nötig.

b) Unter einem TP-Monitor, der nur residente, aber Reentrant-Programme verwalten kann, beträgt der Speicherplatzbedarf 1500 KB.

c) Unter einem TP-Monitor, der alle Programme einmal je Task resident haben muß (wie zum Beispiel bei UTM), beträgt der Speicherplatzbedarf bei zum Beispiel 5 Tasks bereits 7500 KB.

Wenn auch dieser Speicherplatzbedarf nicht real, sondern virtuell ist, muß doch in den Fällen b) und c) mehr Hauptspeicher zur Verfügung gestellt werden. Oder es entsteht ein intensiveres Paging, was sich in schlechterem Antwortzeitverhalten auswirkt.

Selbst wenn man zur Zeit über eine Anlage mit mehreren MB Hauptspeicher verfügt, sollte man daran denken: Online-Anwendungen wachsen schnell und brauchen schnell mehr Speicher - schneller, als man vielleicht geplant hat!

3. Datensicherung ist unerläßlich!

Eine schnelle Wiederherstellung der Betriebsbereitschaft mit konsistenten Daten und korrekten Fortsetzung der Verarbeitung ist für ein Online-System eine unerläßliche Forderung. Diese Aufgabe muß ein TP-Monitor abdecken, wenn er als solcher bezeichnet werden will. Ein Selbstentwickeln von Datensicherungs- und Wiederanlaufverfahren sollte der Vergangenheit angehören.

Wenn man Datenbanken einsetzt, nimmt das DBMS die Datensicherungsfunktionen wahr. Doch nur wenige Unternehmen haben schon alle ihre Datenbestände in Datenbanken organisiert. Deshalb muß der TP-Monitor die Datensicherheit für konventionelle Dateien herstellen. Dies ist für Anwender ohne Datenbank, aber auch für die meist mehrjährige Umstellungsphase unumgänglich.

Interessant in dieser Hinsicht ist die Möglichkeit, in der neuesten Version des Datenbanksystems IDMS auch VSAM-Dateien bearbeiten zu können. Damit unterliegen auch diese Dateien den Datensicherungsmaßnahmen des DBMS.

4. Soll man ein integriertes DB/DC-System einsetzen?

Wie bereits in Kapitel II dieser Serie erläutert, sollte die Entscheidung für den TP-Monitor und das DBMS möglichst gemeinsam getroffen werden. Hier gibt es so viele gegenseitige Beeinflussungen, daß wir sogar ein ganzes Seminar diesem Thema gewidmet haben.

Für einige wenige DBMS wie zum Beispiel IMS und IDMS gibt es auch einen integrierten TP-Teil, so daß die Probleme des Zusammenspiels und der Synchronisation beider Produkte entfallen. Dies ist aber nur sinnvoll, wenn man erst die gesamte Umstellung auf Datenbankorganisation abgeschlossen hat, bevor man an den Einsatz der Dialogverarbeitung gehen kann.

Der Nutzen der Dialogverarbeitung ist aber meist so gravierend, daß man nicht erst die mehrjährige Umstellung auf Datenbanken abwarten kann. Deswegen ist es empfehlenswert, einen TP-Monitor auszuwählen, der als "Stand-alone"-System arbeiten kann und auch konventionelle Dateien unterstützt. Mit der Entscheidung für einen solchen TP-Monitor ist man unabhängig in der Wahl seines DBMS: Man kann sich frei für ein hierarchisches, netzwerkorientiertes oder relationales DBMS entscheiden.

Der Übergang zu einer integrierten DB/DC-Lösung wird bei dem bereits erwähnten IDMS-DB/DC allerdings erleichtert, weil man hier unter der Steuerung des DB/DC-Systems sowohl Datenbanken als auch konventionelle VSAM-Dateien verarbeiten kann.