Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

22.08.1975 - 

Softlab-Studie definiert kompatible Schnittstellen für Datenkommunikation

DB/DC wird systemneutral

MÜNCHEN - Einen wichtigen Schritt auf dem Wege zur systemneutralen Anwendungsprogrammierung für Informationssysteme stellt die Studie "Beschreibung der systemneutralen DC-Aufrufe" dar, die zum 1. September die Münchener Softwarefirma Softlab der Bayerischen Staatskanzlei - Abteilung Datenverarbeitung - übergeben wird.

Die Arbeit wurde im Rahmen des Forschungs- und Entwicklungsvorhabens "Entwicklung kompatibler Schnittstellen zu Datenbank- und Datenkommunikationssystemen" vom BMFT gefördert. Die Projektleitung hat die Bayerische Staatskanzlei übernommen. Ergebnisse sollen nicht nur der Öffentlichen Hand zur Verfügung stehen, wo man besonders daran interessiert ist, mit gleichen Anwenderprogrammen auf verschiedenen Hardware- und Basissoftware-Systemen arbeiten zu können, sondern werden auch den Anwendern der privaten Wirtschaften zugänglich gemacht werden, die bei Berücksichtigung der Schnittstellen-Definitionen bei der Programmierung und bei Nutzung entsprechender Anpassungs-Module sich bei der Wahl von Datenbank- und TP-Software nicht in "alle Ewigkeit" für ein bestimmtes Produkt oder gar einen bestimmten Hersteller definitiv festlegen müssen.

Die von Softlab in der neuen Studie definitierte einheitliche Datenkommunikations-Schnittstelle ist zugleich Spezifikation für Schnittstellenumsetzer zu TP-Monitoren wie Amus (Siemens BS 1000),

Cics (IBM/OS), IMS/DC (IBM/OS), Intercomm (GTE auf IBM/OS), Task/Master (Pragma auf IBM/OS und Siemens BS 1000) und ähnliche Systeme. Diese noch zu programmierenden Anpassungs-Module werden die Aufgabe haben, die vereinbarten, neudefinierten systemneutralen DC-Aufrufe in die systemspezifischen Abläufe in den verschiedenen TP-Monitoren umzusetzen. Solche Umsatz-Routinen sind zunächst für die Anwendung der Sprachen Assembler und Cobol vorgesehen.

Besondere Probleme bereitet für TP-Betrieb Cobol, da viele Cobol-Compiler keinen mehrfach benutzbaren Object-Code erzeugen. Deshalb sind in der Regel auch Eingriffe in die Übersetzer der Hersteller nötig.

Wenngleich Anwendungsprogramme Unterprogramme des Steuerprogramms sind, werden die Schnittstellenumsetzer ermöglichen, daß die Anwendungs-Programmierer TP-Routinen mit einfachen Unterprogramm-Aufrufen anspringen können.

Softlab-Gesellschafter Dr. Peter Schnupp: "Unsere Studie wird die Probleme zeigen, aber auch wie sie lösbar sind, ohne daß Programme nennenswert an Laufeffizienz verlieren."

Schnittstellen-Beschreibung und Benutzerhandbuch für die kompatiblen DC-Schnittstellen stehen zur Verfügung. Schon jetzt ist bekannt, daß für IBM und Siemens - mit Hinblick auf den bedeutsamen Behörden-Markt - die entsprechenden Programme binnen eines halben Jahres entwickelt werden.

Informationen: Bayerische Staatskanzlei, Abteilung D, 8 München 22, Königinstraße 11