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17.09.1976 - 

IKD-Workshopreihe "Datenbanken für Informationssysteme":

DB-Einsatz durch Zusatznutzen gerechtfertigt

BERLIN - "Trotz vieler bestehender Datenbankinstallationen, trotz vieler Veröffentlichungen in Fachpresse und Büchern, trotz vieler Bemühungen zur Normierung und Standardisierung - es bestehen selbst bei Experten nach wie vor erhebliche terminologische und definitorische Schwierigkeiten bei der Diskussion über die Notwendigkeit und die Auswahlkriterien eines Datenbanksystems", erläuterte der Moderator Günther Reusch, EDV-Leiter bei der Deutschen BP in Hamburg, in seinem abschließenden Statement die Ergebnisse der Workshopreihe. "Datenbanken für Informationssysteme" beim IKD in Berlin.

Keine Kochrezepte

Wer sich generell anwendbare Hilfen "Ó la Kochbuchrezept" bei den Auswahlschwierigkeiten von Daten-banksystemen versprochen hatte, sah sich enttäuscht. Immerhin konnte der aufmerksame datenbanksuchende Anwender eine Liste der Eigenschaften mitnehmen, die ein "richtiges" Datenbanksystem haben sollte. Konrad Supper, Projektverantwortlicher "Existierende Datenbank-Software" bei der GMD, nannte in seinem Referat "Probleme bei der Auswahl von Datenbanksystemen" folgende Punkte:

Das Datenbanksystem:

- enthält einen eigenen Datenfernverarbeitungsteil oder es gibt zumindest ein solches Paket, das für den Betrieb mit dem Datenbanksystem geeignet ist

- ist in der Lage, für mehrere Benutzer/Programme gleichzeitig Leistung zu erbringen,

- bietet ausgereifte Funktionen zur Datensicherung und zum Datenschutz,

- erlaubt einem Benutzer/Programm gleichzeitig Zugriff zu mehreren Dateien,

- ermöglicht die Erstellung umfangreicher Berichte, einschließlich der Ableitung/Berechnung von neuen Daten aus den in der Datenbank enthaltenen Daten (Derivat-Daten),

- erlaubt in einfacher Weise, Zusätze für spezielle Benutzerwünsche zu erstellen/anzuschließen ("User Exit", "Extensions").

DB-Nutzen schwer quantifizierbar

Umstritten war bei den WorkshopTeilnehmern die Frage nach der Durchführbarkeit einer Kosten-Nutzen-Abschätzung zur Ermittlung der Wirtschaftlichkeit einer Datenbankproblemlösung. So sah auch Supper bei der Anwendung einer Kriterienliste, die die Anforderung der von der DBS-Einführung Betroffenen enthält, das größte Problem in der Kosten-Nutzen-Analyse: "DBS-Lösungen sind nicht billiger als konventionelle Verfahren, DBS-Einführung erspart kein Personal, es fallen in der Einführungsphase doppelte Kosten für neue und alte Lösung an, kein Anwender kann durch die DBS-Einführung Kosten sparen, also kann eine Begründung für einen DBS-Einsatz allein in den zusätzlichen Leistungen liegen, mit deren Hilfe bisher ungelöste Bedürfnisse, wie beispielsweise höhere Verfügbarkeit oder Aktualität der Daten oder bessere Konsistenz (nicht jedoch völlige Redundanzfreiheit), befriedigt werden." Günther Reusch zog das Resümee: "Es wurde deutlich, wie umfangreich die Problematik der Auswahl des für den speziellen Fall richtigen Datenbanksystems ist. Außerdem ist die Gefahr groß, daß bei der Diskussion des Pro und Kontra eines Verfahrens durch mangelnde Übereinstimmung in der Terminologie aneinander vorbeigeredet wird. Festzustellen bleibt, daß für Informationssysteme die Nutzung von Datenbanktechniken unverzichtbar ist, ohne diese ist die Beherrschung integrierter Systeme ein kaum zu lösendes Problem."