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09.01.1981 - 

Datenbankentwicklung läßt den Manager außer acht:

DB-Manager braucht Planungsvollmacht

MÜNCHEN (CW) - Nach den landläufigen Vorgehensweisen zur Entwicklung von Datenbanken findet der Datenbank-Manager keinen Platz im Vorfeld der Implementierung. Im Vordergrund stehen einzig Probleme der Einführungsphase. Was darüber hinausgeht, bleibt unberücksichtigt. Nach einem COMPUTERWORLD-Artikel von Ron Ross, Herausgeber der "Data Base Newsletter", muß der Datenbank-Manager schon in die Planung einbezogen werden.

Für den Datenbank-Manager bleibt der Aufbau der Datenbank üblicherweise ein Buch mit sieben Siegeln. Keiner hält es für notwendig, so schildert Ross die Situation des Managers, ihn zu unterrichten, wie die Aufgaben in einer Datenbank gelöst werden. Erst wenn die Katastrophe über Manager und Unternehmen hereinbricht, beginnt er sich um Systementwicklung und Unterstützung zu kümmern.

Dieser Gefahr zu entgehen, empfiehlt Ross, dem Datenbank-Manager und dem -Verwalter Instrumente an die Hand zu geben, um während der Planungs- und Design-Phase die Entwicklung des Software-Paketes zu kontrollieren. Um annehmbare Qualitätsstandards zu erreichen, brauche der Manager die Befugnis, auf die Produktivität des immer zu knappen Programmier-Teams Einfluß auszuüben.

Er müsse sich außerdem um die Beteiligung derjenigen kümmern, die die Datenbank schließlich nutzen. Dieser längerfristige Aspekt macht besondere Werkzeuge notwendig. Probleme resultieren nach Ross Erfahrungen aus der Komplexität der Datenbank, die mehr Menschen über eine längere Zeit hinweg beschäftigt als die Projekte, die üblicherweise im Unternehmen durchgeführt werden. Kooperation und Koordination seien daher besonders schwierig. Das Personal ist häufig nicht zureichend geübt und geschult, diese Art von Projekten auszuführen. Allein schon die Planung gestalte sich wesentlich schwieriger als bei anwendungsorientierten Systemen. Da Datenbanksysteme online konzipiert seien, müssen die Erfordernisse der Datenbankzentrale mit denen des Rechenzentrums in Einklang gebracht werden. Schon während der Entwicklung falle dem Manager die Aufgabe zu, die Endnutzer auch in die nicht-technische Kommunikation einzubeziehen. Die aktive Beteiligung unterschiedlicher Gruppen erfordert außerdem schnelle Informationsmöglichkeiten über den Stand des Projektes, die der Datenbank-Manager zu sichern habe.