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28.06.1985 - 

Datenstrukturierung nach beiden Modellen möglich:

DB1 soll komplexe Suchfragen bewältigen

Speziell auf das Betriebssystem BS2000 hat die SPG Software-Produktion Gesellschaft mbH ihr Datenbanksystem SP/DB1 ausgerichtet. Das Produkt wurde für Anwendungen entwickelt, bei denen eine schnelle Invertierung der Suchbegriffe sowie die Bildung von Ergebnismengen mit komplexen Suchfragen wichtig ist.

Mit SP/DB1 will der Anbieter ein System bereitstellen, das dem Benutzer eine Datenstrukturierung nach dem Relationenmodell sowie nach dem Modell der Codasyl-Gruppe erlaubt.

Von einem Benutzerprogramm aus verwendet der User die gleiche DB1-Sprache, mit der sich auch die Funktionen für Datenbeschreibung (DDL), Datenmanipulation (DML) und Datenschutz realisieren lassen. Die Adresse des Anweisungsbereichs wird dem DB1 über die Standard-Call-Schnittstelle mitgeteilt.

In einer DB1-Datenbank können zu 256 Dateien definiert und verhaltet werden. Theoretisch hat der Benutzer die Möglichkeit, pro Anweisung maximal zwei hoch 15 Felder anzugeben. Aus Performance-Gründen sollte die Zahl 256 jedoch nicht überschritten werden.

Werden mehrere Datenbanken verwaltet, braucht der Anweisungsbereich lediglich um den Namen erweitert zu werden, unter dem die Task abläuft. An welches DB1-System sich der Benutzer mit, einer Anweisung wendet, erkennt das Anschlußmodul "DB1LNKI". Die Anzahl der Datenbanken, die gleichzeitig verwaltet werden können, ist laut Anbieter nur durch die Tasks beschränkt, die in einem Betriebssystem gleichzeitig laufen dürfen.

Der Aufruf von DB 1 erfolgt über "Call-SS". Zu einem Anwenderprogramm wird ein DB1-Anschlußmodul eingebunden, um einen Programmstart ohne Ablaufparameter zu ermöglichen. In der ersten Anweisung ist, so betont SPG, lediglich der Verbindungsname des DB1-Systems anzugeben, unter dem die Task gestartet wurde. Zum Start des DB1-Systems selbst sind drei Ablaufparameter nötig: Verbindungsname, Administrator-Passwort sowie die Abfrage, ob Ablaufsicherung erwünscht ist oder nicht.

Bei einem Systemabsturz sorgt das System dafür, daß intern zu einem unbestimmten Zeitpunkt Wiederanlaufpunkte gesetzt und die Before-Image- und After-Image-Daten gesichert werden. Nach einem Systemcrash erfolgt beim mehrmaligen Laden des DB 1 ein automatischer Wiederanlauf, Änderungen werden nachvollzogen.

Der User kann die Ablaufsicherung auch abschalten. In diesem Fall muß er allerdings selbst mit der Anweisung "Close" die Datenbank zum bestimmten Zeitpunkt schließen. Dabei werden allerdings nur die internen Puffer entleert. Das wirkliche Schließen der Datenbank erfolgt erst mit der Anweisung "DBshut".

Gegen unbefugten Zugriff lassen sich die Daten auf Dateiebene oder Datenmengenebene mit Passwörtern schützen. Pro Attribut- beziehungsweise Dateinamen kann für die Wiedergewinnung und/oder Änderung ein Passwort definiert werden.

Gegen konkurrierenden Zugriff erfolgt der Schutz auf Feldebene: Weder ein Satz noch ein physikalischer Block können vom Anwender gesperrt werden. Mit der Anweisung "Lock" werden Datenmengen benannt, die gegen konkurrierenden Zugriff zu schützen sind. Es lassen sich dann nur die Felder des aktuellen Satzes sperren, den der Benutzer bearbeitet. Dead-lock-Situationen erkennt das System automatisch.