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26.03.2004 - 

IBM-Datenbank für Mainframes

DB2 für z/OS adressiert mit 64 Bit

MÜNCHEN (fn) - Hatte IBM in letzter Zeit vor allem die Windows-, Linux- und Unix-Varianten von DB2 in den Vordergrund gestellt, bringt der Hersteller nun ein Update der Mainframe-Version auf den Markt. Das System bietet mehr virtuellen Speicher sowie erweiterte Verwaltungsfunktionen.

Pünktlich zum 40-jährigen Jubiläum des Mainframe bringt IBM eine neue Version der Host-Variante seiner relationalen Datenbank DB2 heraus. "Universal Database für z/OS Version 8" soll Ende März verfügbar sein und läuft unter z/OS und OS/390. Die Software nutzt die 64-Bit-Architektur zur virtuellen Speicheradressierung des Host-Betriebssystems und kann laut Hersteller bis zu 16 Exabyte verwalten. Mit der 64-Bit-Entwicklung begann IBM bereits in Version 6, seinerzeit galt dies jedoch nur für die Adressierung im realen, sprich physikalisch vorhandenen, Speicher.

Platz für 16 Exabyte

Die jetzt integrierten Funktionen betreffen die virtuelle Speicherverwaltung. Die 16 Exabyte sind jedoch nur eine theoretische Größe, denn der virtuelle Arbeitsspeicher ("DB2 Virtual Adress Space") ist begrenzt durch den Umfang des realen Speichers. Laut IBM liegt hier das Limit im Moment bei vier Terabyte. Mit der neuen 64-Bit-Adressierungstechnik verabschiedet sich Big Blue von Behelfslösungen wie "Hiperpools" und "Dataspaces", mit denen Administratoren gearbeitet haben, um sehr große Datenmengen zu verwalten.

Zusätzliche Management-Funktionen ("Schema Evolution") helfen dem Anwender, das Datenbankschema umzubauen, ohne das System hierzu herunterfahren zu müssen. Der Verwalter ist damit in der Lage, Partitionen für Tabellen hinzuzufügen, anzupassen oder zu löschen. Ferner können Administratoren während des Betriebs die Länge von indizierten Spalten (Columns) verändern, Columns einem Index zuweisen oder die Größe von Datenbankfeldern anpassen. Schema-Evolution gibt es bisher nur in der Mainframe-Datenbank. Die DB2-Produkte unter Linux, Windows und Unix verfügen nur über einen Teil dieser Funktionen.

Darüber hinaus hat Big Blue die Möglichkeiten zur Java-Programmierung beziehungsweise die Java-Unterstützung verbessert. Beispielsweise entspricht der Datenbanktreiber ("Universal Java Driver") für JDBC (Java Database Connectivity, eine Programmierschnittstelle für den Java-Zugriff auf relationale Datenbanken) nun der Version 2.0 und enthält Erweiterungen von JDBC 3.0. Der Treiber entspricht technisch denen für die Windows- und Unix-Varianten von DB2, was das Portieren von Anwendungen erleichtern soll. Unlängst hat IBM einen Universal Java Driver auch für die Vorgängerversion "DB2 for OS/390 Version 7" freigegeben.

Olap-Abfragen beschleunigt

Die erweiterten Funktionen der "Query Management Facility" (QMF) erlauben einen Zugriff auf DB2 Cube Views in DB2-Datenbanken unter Linux, Windows und Unix. Zwar arbeitet IBM an einer nativen Cube-Views-Technik für die Mainframe-Datenbank, konnte bisher aber noch kein Verfügbarkeitsdatum nennen. Mit Cube Views lassen sich Olap-Abfragen beschleunigen. Durch "QMF for Websphere" erhalten Nutzer die Möglichkeit, per Web-Browser auf die in der Datenbank abgelegten Geschäftsinformationen zuzugreifen.

Außerdem ist das DB2-System nun Unicode-fähig, was den mehrsprachigen Betrieb von DB2 erleichtert. Laut Hersteller ist es nun möglich, Daten in unterschiedlichen Sprachen in einer Datenbank zu verwalten. Davon profitieren unter anderem Nutzer, die Unicode-fähige Applikationen auf DB2 for z/OS betreiben möchten. Zudem gestattet es das neue Release, Table- und View-Namen mit 128 Byte abzubilden. SQL-Statements können nun bis zu zwei Megabyte umfassen, bisher waren nur 32 Kilobyte möglich. Darüber hinaus lassen sich bis zu 4096 Datenbankpartitionen definieren.

Anwender können auf die neue Version migrieren, sofern sie die Universal Database for z/OS V7 sowie das Betriebssystem z/OS V1R3 installiert haben. Laut IBM wurde mit Version 8 die Lücke zwischen den DB2-Implementierungen für Unix/Windows und z/OS geschlossen. So benötigten Anwender, die eine Unix- in eine Host-Datenbank überführen wollen, kein spezielles Migrationswerkzeug.

Im Gegensatz zu den Client-Server-Varianten der Datenbank berechnet der Hersteller die Lizenzkosten für die Host-Version auf der Grundlage der Rechnerleistung. Bei den anderen Versionen erwirbt der Kunde eine CPU-Lizenz sowie Client-Lizenzen.