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12.09.1986 - 

Vorstoß von Ashton-Tate im Apple-Markt:

dBase III für Macintosh stößt auf Skepsis

TORRANCE (CWN) - Ashton Tate, amerikanischer Anbieter Von Mikrocomputer-Software, bietet jetzt in den Vereinigten Staaten eine dBase-III-Version an, die auf dem Macintosh von Apple läuft. Damit ist wieder einmal die Diskussion in Gang gebracht worden, ob ein praxiserprobtes Softwarepaket für die Nicht-lBM-Welt die Macintosh-Verkäufe indirekt ankurbeln kann.

Doch scheinen bereits einige User in den USA dieser Neuankündigung eher skeptisch gegenüber zu stehen. So äußerte beispielsweise Dirk Webb, ein Mitarbeiter des New Yorker Wirtschaftsprüfungs-Unternehmens Peat, Marwick, Mitchell & Co., daß diese Novität für den Mac "uns eigentlich nicht berührt". Bei dem Unternehmen sind insgesamt rund 6000 Macintoshs im Einsatz, auf denen MS-File von Microsoft als Datenbanksystem installiert ist. Bereits im vergangenen Jahr machte die Lotus Development Corp. einen Vorstoß in Richtung Apple-Welt, als das integrierte Paket Jazz offeriert wurde.

Jazz wurde seinerzeit als, die 1-2-3-Software für den "Mac-Anwender" angeboten, die bis dato nur für MS-DOS-Rechner der IBM-kompatiblen Klasse verfügbar war. Trotz allem war Jazz nicht gerade ein Kassenknüller-und konnte auch die Verkaufszahlen des Macintosh nicht maßgeblich positiv beeinflussen. Hier hatte Microsoft mit seinem Produkt Excel eine offenbar glücklichere Hand; auch dieses Paket wurde im letzten Jahr auf den Markt gebracht.

Insider vermuten, daß es in der Natur der Maschine liege, die den Verkauf eines dBase-Pakets für den Mac erschwere: Während das Apple-Konzept mit einer übersichtlichen Benutzeroberfläche (Symbole, Menüs und die Maus) aufwarten kann, wird dem dBase-Anwender eine gewisse Programmierfähigkeit abverlangt, um alle Möglichkeiten auszuschöpfen, die diese Datenbank bieten kann. Aus gewissen Quellen verlautete jedoch, daß auch bei diesem Programm die Integration der bisher gewohnten Benutzeroberfläche gelungen sei und über diese Einrichtung die Bedienung von dBase erleichtert werden konnte.

Im Gegenzug zur Skepsis seitens der Anwender schätzen einige Analysten des Mikromarktes die Chancen für das Macintosh-dBase eher positiv ein. So meinte Jeffrey Tarter, Herausgeber des Informationsblattes Soft-Letter, daß der Apple-Rechner "bei nicht wenigen Unternehmen gewissermaßen ´durch die Hintertüre´ gekommen sei" und damit dort auch für eine Art Standard sorgte. Tarter, der eigenen Angaben zufolge das Produkt bereits zu Gesicht bekam, konnte allerdings nicht mit Sicherheit behaupten, ob es sich bei diesem Programm "wirklich um die endgültige dBase-Version für den Macintosh handelte".