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25.02.1983

DBDCDD

In thematisch zusammenhängenden Beiträgen beschäftigt sich Michael Bauer mit Fragen des Ob und Wie einer Datenbank-Implementierung, der Auswahl eines geeigneten TP-Monitors und der Ausbildungserfordernisse je nach Benutzerebene. Außerdem stehen Themen wie Data Dictionary, Dritte Normalform, neue Hochsprachen und Datensicherheit Im Mittelpunkt seiner Erörterungen.

*Michael Bauer, Leiter des Bereichs DV-Beratung bei der GES-Gesellschaft für elektronische Systemforschung mbH in Allensbach, ist seit vielen Jahren mit der Anwendungspraxis von Datenbank- und Online-Systemen vertraut. Er ist Autor zahlreicher Fachbeiträge zur DB/DC-Thematik.

Kapitel VIII, Teil 2:

Werkzeuge für schnelleren DB/DC-Einsatz

Der andere Grund für den noch geringen Einsatz von DB-Abfragesprachen ist die Akzeptanz durch die Endbenutzer. Nicht jede Sprache kann auch einem sachverständigen Laien zugemutet werden. Ein Beispiel dafür: So werden von IMS-Anwendern Sprachen wie Mark IV, Ramis II oder Inquire häufig dem GIS/VS der IBM vorgezogen. Sprache ist also nicht gleich Sprache!

Voraussetzung für die Endbenutzer, direkt mit einer Datenbank zu kommunizieren, ist eine einfache, wenig formale Sprachform. Sie sollte damit dem Computer nur noch sagen müssen, WAS man haben möchte, aber nicht, WAS der Computer es besorgen soll. Das bedeutet: Die Benutzer sollen nicht nur möglichst wenig von der DB-Struktur wissen müssen, sondern sie sollen auch für die Formulierung ihrer Abfragen keine Programmierlogik einhalten müssen. Für Auskünfte und Hilfestellungen sollte ihnen ein Dictionary zur Verfügung stehen. Die wesentlichen Aspekte, die die Nutzung von DB-Sprachen beeinflussen, sind in der Tabelle (Abbildung 2) zusammengefaßt.

Informationssystem aus Konserven

Allerdings überschreitet die Komplexität eines Informationswunsches trotzdem schnell die Fähigkeit eines sporadischen Benutzers. Deshalb sollten die benötigten Abfragen von Fachleuten vorformuliert und abgespeichert werden. Dabei sollten möglichst viele Parameter beim Aufruf durch den Benutzer modifizierbar sein.

Ein solches Vorgehen hat sich bei vielen Unternehmen gut bewährt. Es gibt Firmen, die auf diese Weise Informationssysteme mit mehr als 100 verschiedenen konservierten Abfragen aufgebaut haben. Zusätzliche Aufgaben erweitern, laufend den Bestand an Konserven.

Es zeigt sich also, daß DB-Abfragesprachen einen wichtigen Beitrag zum Abbau des Anwendungsstaus leisten können. Sicherlich ist es für viele Unternehmen noch zu früh, dieses Werkzeug allen Benutzern zur freien Verfügung in die Hand zu drücken. Aber auch in der Hand der Programmierer kann es den Servicegrad der EDV erhöhen. Voraussetzung allerdings ist ein geeignetes DBMS und eine zweckmäßige konzipierte Datenbank. Es kann sogar sinnvoll sein, für Informationssysteme eine selbständige Datenbank mit konzentrierten Daten aufzubauen.

Wird fortgesetzt

- Geeignete Datenbank-Funktionen

- Vielfach Indizierung

- Inhaltsbezogenens ("assoziatives") Suchen

- Zugriffsschutz auf Feldebene

- Non-prozedurale Sprache

-Keine Programmierlogik erforderlich

- Keine Kenntnisse der DE-Struktur und Zugriffspfade erforderlich

- An natürliche Sprache angelehnt

- Funktionsumfang

- DB-Suchfunktionen mit Booleschen Operationen

- Iteratives Suchen

- Join-Funktion

- Integrierte Report-Funktionen inkl. Gruppenwechsel

- Sortierung

- Zwischenspeicherung

- Eingebaute Funktionen (z. B. Min., Max., Anzahl)

- Möglichkeit von Users Views

- Bedienerunterstützung

- Formatfreie Eingabe

- Auskunft aus dem Dictionary

- Hilfe-Funktion

- Umfangreiches Default-System

- Abspeicherung und Modifikation

- Vorformulierte Kommandos

Abbildung 2.: Wesentliche Aspekte, die die Nutzung von DB-Sprachen beeinflussen (Seminarunterlagen DB/DC)